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Trends CES 2011: Auf dem Tablet serviert: Neues von der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas

10.01.2011 | Von Jörg Schieb

Tipps

Fernsehen spielt in den USA eine große Rolle, so auch auf der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas (CES). Zum einen wird deutlich, dass Fernsehen künftig immer öfter aus dem Web kommt. Filme sowieso – niemand rennt in den USA mehr in die Videothek, die kommen heute per DSL-Leitung in HD-Qualität nach Hause. Aber das Angebot wird größer, und viele Sender strahlen auch ihr reguläres Programm übers Web aus. TV und Internet wachsen weiter zusammen.

3D ist ebenfalls ein großes Thema. Nicht nur beim Fernsehen, sondern auch beim Anschauen von Filmen – aber auch im Internet. Doch nicht nur 3D-Anschauen ist angesagt, sondern auch selbst 3D machen. Mit speziellen Fotoapparaten oder Videokameras selbst 3D-Inhalte herstellen und im Netz verteilen, das entwickelt sich zum Trend. Bislang braucht man zum Anschauen ja immer 3D-Brillen. Auch das hat ein Ende. Es werden immer mehr Displays gezeigt, die auch ohne Brille ein 3D-Bild liefern, auch für unterwegs. Noch Spielerei, aber es zeichnet sich ein Trend ab.

Der wohl größte Trend aber sind Tablet-PCs. Apple hat mit dem iPad vorgemacht, dass es durchaus einen Markt für die flachen Rechner ohne Tastatur gibt. Das iPad verkauft sich hervorragend. Bislang gibt es aber nur eine ernstzunehmende Konkurrenz, nämlich das Galaxy Tab von Samsung. Das soll sich ändern. Viele Hersteller haben vergleichbare Geräte angekündigt.

Apple hat mit dem iPad zwar Trends gesetzt – aber andere Hersteller versuchen, andere Wege zu gehen. Asus zum Beispiel hat ein Gerät gezeigt, das auf den ersten Blick aussieht wie ein Notebook, also mit Tastatur. Aber: Die kann man abtrennen, dann ist die Tastatur eine Dockingstation und bleibt zum Beispiel zu Hause oder auf dem Schreibtisch, während man mit dem eigentlichen Tablet-PC auf der Couch sitzen kann – und dann eben ohne Tastatur surfen und Apps benutzen.

40 bis 80 Alternativen zum iPad werden erwartet, ein gigantischer Markt. Die einen Hersteller statten ihre Geräte mit mehr Anschlüssen aus, damit man auch Maus oder Fotoapparat anschließen kann, andere mit Slots für Speicherkarten, damit man Musik übertragen kann oder Digitalfotos. Viele Hersteller setzen auf das Android-Betriebssystem von Google. Hier stehen besonders viele Apps, also Programme zur Verfügung, viele davon kostenlos.

Mit einem Tablet-PC kann man mehr machen als nur im Web surfen. Viele nutzen die Geräte auch zum Lesen von Büchern oder Zeitschriften oder zum Anschauen von Filmen. Deswegen setzen die Hersteller auf exzellente Displays, die man im Dunkeln wie im Hellen gut benutzen kann. Hier ist ein Schwachpunkt beim iPad: Es spiegelt extrem. In heller Umgebung kann man nur schlecht etwas lesen. Da wollen andere Hersteller nachbessern.

Apple selbst wird dieses Jahr auch ein neues Modell auf den Markt bringen, aber vermutlich erst im März oder April. Auch mit mehr Anschlüssen, der Möglichkeit, Speicherkarten einzustecken und mit Kameras ausgerüstet, damit man auch Video-Chats machen kann – das fehlt bislang, da kommen andere Hersteller jetzt eher mit heraus.

Das Android-Betriebssystem ist da eine interessante Alternative. Allerdings steckt auch hier ein großer Konzern dahinter, Google, der natürlich Interesse daran hat, die User an sich zu binden. Die Preise sollten eigentlich fallen, wenn die Konkurrenz größer wird. Das allerdings scheint nicht ganz zu klappen. Die meisten Tablet-PCs, die bereits als Alternative zum iPad angekündigt wurden, liegen preislich in ganz ähnlichen Bereichen wie das iPad.

Google rüstet sein Betriebssystem für Mobilgeräte Android im Eiltempo auf, bietet eben auch eine Spezialversion für Tablet-PCs an – aber damit nicht genug. Google baut auch seinen AppStore zügig aus. Google will, entgegen seinen Gewohnheiten, auch Inhalte verkaufen, eBooks, Musik, wahrscheinlich später auch Filme. Auch an Google TV wird getüftelt – und auch das soll auf die Smartphones kommen.

Es geht also im Hintergrund nicht so sehr nur um Details bei den Handymodellen, sondern darum, was wir mit den Smartphones anstellen können, welche Medien wir nutzen und wer hier die Fäden zieht.

Microsoft hat das auch begriffen. Mittlerweile gibt es durchaus eine Reihe von Windows-7-Smartphones, die sich sehen lassen können. Die neue Generation der Windows-Phones ist gelungen. Und auch Microsoft hat einen AppStore gestartet, der gar nicht mal schlecht läuft. Damit gibt es drei große Player am Markt: Apple, Google und Microsoft.




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