Bedeutende Ereignisse garantieren auch im Web hohe Aufmerksamkeit. Die Nachricht vom Tod Osama Bin Ladens ist da keine Ausnahme: Schon wenige Minuten nach Bekanntwerden des Zugriffs in Pakistan waren nicht nur Informationen darüber zu lesen, es gab auch erste Bilder.

Bilder vom toten Osama Bin Laden zum Beispiel, die sich jedoch schnell als gefälscht herausstellten. Allerdings haben selbst große Onlinedienste wie Spiegel Online die getricksten Fotos erst mal gezeigt, selbst die Profis sind darauf hereingefallen, konnten der Versuchung nicht widerstehen, solche Bilder zu zeigen.

Kein Wunder, dass längst auch Viren, Würmer und Trojaner versuchen, die Aufmerksamkeit zu nutzen. Da werden in Mails Fotos oder Videos vom toten Topterroristen versprochen, doch wer die Links anklickt, landet auf betrügerischen Seiten, die dem Besucher Trojaner unterjubeln. Also aufgepasst!

Er heiter sind da die Bildmanipulationen, die Obama samt Führungscrew zeigen, wie sie am 1. Mai im Weißen Haus live zu Zugriff auf Bin Laden verfolgen. Das offizielle Pressefoto ist dutzendfach von Photoshop-Experten verändert worden, die Situation verulkt. Da sieht man einen Obama mit Popcorn oder an einer Playstation daddeln. Mitunter geschmacklos, aber auf jeden Fall technisch gut gemacht – und einen Trojaner fängt man sich hier auch nicht sein. Aber es zeigt, wie leicht sich heute Fotos manipulieren und in die Welt setzen lassen.