Handy, Internet, soziale Netzwerke: Moderne Medien sind heute bei Schülerinnen und Schülern beinahe jeden Alters selbstverständlich. Ohne geht es längst nicht mehr – doch leider wird auch viel Schindluder damit getrieben. Eine aktuelle Studie zeigt: Nahezu jeder dritte Schüler war schon mal Opfer von Cybermobbing.

Es gibt viele Methoden, wie sich Schüler untereinander bedrängen und beleidigen: Gefälschte Fotos, die online gestellt werden. Gerüchte, die in sozialen Netzwerken auftauchen. Per E-Mail oder Chatbotschaft verschickte Drohungen. Das Repertoire ist riesig.

Pöbeleien gab es schon immer, doch im Internet greifen viele zu besonders drastischen Methoden. Sie agieren im Schutz der Anonymität. Acht Prozent der Schüler haben zugegeben, andere auf diese Weise gemobbt zu haben. 21 Prozent können sich vorstellen, es zu tun. Jeder Dritte ist schon mal Opfer gewesen.

Es kann keinen 100-prozentigen Schutz vor Cybermobbing geben. Doch Eltern und Lehrer müssen das Problem nun als solches erkennen und dagegen steuern. Dass online gemobbt wird, ist keine Schwäche des Mediums, sondern ein Mangel an Moral, Benehmen und Respekt.