Eine falsche Twitter-Nachricht, und man darf nicht in die USA einreisen

Wer meint, Twitter wäre ein anonymer Kurznachrichtendienst, in dem man mehr oder weniger schreiben kann, was man möchte, der täuscht sich. Jeder Tweet wird gelesen – und zwar von der Homeland Security, der mit Terrorabwehr beauftragten Heimatschutzbehörde der USA.

Wie folgenreich ein Tweet sein kann, musste ein junges Pärchen aus Großbritannien erleben. Da schreibt Leigh Van Bryan in einem Tweet: „free this week for quick gossip before I go and destroy America?“ Der Brite erkundigt sich bei einer Freundin, ob sie Zeit hat, bevor er in die USA reisen und „Amerika zerstören“ würde.

„Destroy America“ – da gehen bei US-Agenten, die routinemäßig das Internet nach auffälligen Kommentaren durchforsten, gleich alle Alarmglocken an. Dabei handelt es sich um einen Slangbegriff, der so viel bedeutet wie „groß Party machen“. Egal, die Agenten haben die Sache ernst genommen – und das britische Pärchen am Flughafen abgefangen, stundenlang verhört und am Ende wieder ins Vereinigte Königreich zurückgeschickt. Die Einreise wurde verweigert.

Big Brother is watching you – es ist tatsächlich Wirklichkeit geworden. Unfassbar.

3 Kommentare zu „Eine falsche Twitter-Nachricht, und man darf nicht in die USA einreisen“

  1. Harald Lehmal

    Big Brother is watching you – es ist tatsächlich Wirklichkeit geworden. Unfassbar.

    Wie naiv (und das ist noch höflich ausgedrückt!) muss man eigentlich sein, um das jetzt erst an einem solch trivialen Beispiel festzustellen?

  2. @Erhard Küster,
    die USA sind ganz bestimmt nicht „aller“ Vorbild. Das wäre ja schlimm.

  3. Das betrifft das freieste Land der Erde und dessen Meinungsfreiheit bzw. die Schulbildung seiner Bürger. Und sowas ist unser aller Vorbild?!

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