SMS-Nachfolger Joyn: Warum dafür bezahlen, wenn es dasselbe woanders kostenlos gibt?

Kurznachrichten auf dem Handy sind für Mobilfunkprovider ein Bombengeschäft. Es werden Milliardenbeträge damit verdient, Jahr für Jahr. Doch die SMS hat längst Konkurrenz bekommen. Nachrichtendienste wie WhatsApp, Skype oder iMessage bieten deutlich komfortablere Kurznachrichten, mit längeren Texten, Fotos, Videos und Sprachnachrichten – aber das zum Nulltarif. Allein über WhatApp verschicken die User heute über 30.000 Nachrichten – pro Sekunde!

Die Mobilfunkprovider fürchten Milliardenverluste. Zu Recht. Jetzt hat die Branche mit Joyn einen offiziellen Nachfolger der SMS vorgestellt. Auch mit Joyn lassen sich längere Nachrichten verschicken, angereichert mit Fotos, Videos oder Dateien. So wie bei WhatsApp, iMessage und Co. Schon im Sommer sollen die ersten Handys mit serienmäßig eingebautem Joyn zu haben sein.

Allerdings gibt es einen klitzekleinen, aber doch entscheidenden Nachteil: Joyn wird nach wie vor Geld kosten.

Kostenlos Nachrichten verschicken mit WhatsApp, Skype und iMessage – oder lieber kostenpflichtig mit Joyn, ohne irgendeinen konkreten Vorteil? Ich denke, diese Entscheidung fällt den meisten leicht. Deshalb dürfte Joyn eine Totgeburt sein.

2 Kommentare zu „SMS-Nachfolger Joyn: Warum dafür bezahlen, wenn es dasselbe woanders kostenlos gibt?“

  1. Ich denke mal Joyn wird es schwer haben gegen die etablierten Konkurrenten wie WhatsApp usw zu bestehen. Einziger Vorteil ist vielleicht, dass es von den Netzbetreibern gefördert wird. Aber am Ende ist wahrscheinlich alles eine Frage des Preises.

  2. Cristina Vidal über WhatsApp
    WhatsApp ersetzt den traditionellen SMS-Versand durch eine Datenverbindung. Die Software nutzt die 3G- oder WLAN-Verbindung für Kurznachrichten oder Chats. Damit spart man die Kosten für den SMS-Versand.
    WhatsApp funktioniert nur zwischen Handys mit installierter Software. Das Programm hat automatisch Zugriff auf die im Handy gespeicherten Kontakte und überprüft diese auf Verbindungsmöglichkeiten. Besitzt ein Kontakt keinen WhatsApp-Client, verschickt man optional eine Einladung zum Download.
    Allen Kontakte, die WhatsApp installiert haben, sendet man direkt aus der Anwendung heraus bei Bedarf eine SMS-Nachricht. Die mit WhatsApp gesendeten Kurznachrichten organisiert die Software in einer Chat-ähnlichen Ansicht.
    Fazit
    WhatsApp kann bei regem SMS-Verkehr eine gewisse Ersparnis bringen. Der Vorteil gegenüber einem bei Datenflatrates genauso effektivem Messengerclient ist allerdings nicht ersichtlich. Dass die Software alle Kontakte überprüft und möglicherweise auch auf einem Firmenserver erfasst, wirkt allerdings etwas beunruhigend in Sachen Datenschutz.

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