Manche Hobby-Websites haben nur wenige Besucher pro Tag. Andere Seiten, besonders die Projektseiten von freier Software, kommen auf mehrere tausend Besucher jede Minute! Für einen einzelnen Server würde das eine sehr  hohe Auslastung bedeuten. Deswegen verteilt man die Anfragen auf viele einzelne Server.

Diese Server werden Spiegelserver genannt, weil jeder Server die gleichen Daten anbietet wie die anderen Server im Verbund. Spiegelserver – englisch Mirror – können im gleichen Rechenzentrum stehen, aber auch global verteilt sein. Das macht sich bemerkbar, wenn Sie eine Datei herunterladen: Wenn der Hauptserver in Australien steht, ist der Weg durchs Internet bis nach Deutschland weit. Entsprechend langsam läuft die Übertragung.

Gibt es aber einen Mirror bei uns in der Nähe, reduziert sich der Weg, den die Daten nehmen, auf wenige Netz-Knotenpunkte – das macht sich in der Download-Geschwindigkeit bemerkbar. Spiegelserver werden entweder vom Software-Anbieter selbst betrieben. Häufiger findet man allerdings Mirror für freie Software, die von Universitäten oder anderen öffentlichen Einrichtungen ans Netz gehängt werden.

Der Hauptserver für Mozilla Firefox ist zum Beispiel: ftp://ftp.mozilla.org/pub/firefox/releases/. Schneller geht der Download allerdings vom Mirror der Uni Erlangen: ftp://ftp.rrze.uni-erlangen.de/pub/mozilla.org/firefox/releases/.