Im Internet wird es allmählich eng – das ist schon länger bekannt. Schuld sind die sogenannten IP-Adressen. Denn die sind relativ kurz und müssen dringend erweitert werden, damit mehr Computer und Geräte gleichzeitig ins Internet können. Die Lösung heißt IPv6. Aus 32-Bit-Adressen werden 128-Bit-Adressen.

Anstatt 4,3 Milliarden Geräte können dann 340 Sextillionen Adressen verwaltet werden. Genug, um jedem Gerät auf der Welt eine eigene IP-Adresse zu geben, jedem PC, Smartphone, Fernseher, Toaster… Theoretisch sogar jedem Kleidungsstück.

Aber Moment: Das ruft auch Kritiker und Skeptiker auf den Plan, denn wenn jedes Gerät dauerhaft dieselbe IP-Adresse hat, lassen sich schärfere Profile erstellen. Stimmt. Aber das lässt sich durchaus verhindern, da gibt es Mittel und Wege. Die muss man nur nutzen.

Die Vorteile von IPv6 überwigen. Der Umstieg, der übrigens schleichend ist und noch einige Jahre dauern wird, ist dringend nötig. Dringend. Sonst kollabiert das Internet nämlich. Diese Woche wurde angesichts des IPv6-Aktionstags viel über die Risiken gesprochen, etwas wenig über die Chancen.