Microsoft-Chef Steve Ballmer sich entschließt, Hardware zu bauen und zu verkaufen. Und es ist eine Menge passieren: Seit Jahren verkauft Apple fleißig seinen Tablet iPad, mittlerweile in der dritten Generation, und verdient damit kräftig Geld. Tablets sind beliebt. Doch zwei von drei verkauften Geräten haben ein Apfel-Logo. Das gefällt Microsoft gar nicht, vor allem, weil Microsoft seine Software im Einsatz sehen möchte – außerdem sollen wir auch Microsofts Onlinediense nutzen, wenn’s geht.

Weil die anderen Hardwareherstelles es aber irgendwie nicht hinbekommen, eine interessante Alternative zum iPad zu entwickeln, hat Microsoft nun selbst eine Alternative gebaut: Das Surface getaufte Gerät kann sich sehen lassen. Robust, schick, schnell, elegant – und auch einfallsreich gestaltet. Man kann den mit Windows 8 betriebenen Tablet per Touchscreen mit den Fingern bedienen – oder ganz schnell zum Notebook umfunktionieren. Dazu wird ein eingebauter Klappfuß ausgefahren, der Tablet hingestellt und die Schutzhülle wird zur Tastatur. Guter Einfall. Das macht den Surface zu einem eigenen Gerät mit individuellem Charakter. Kaufen kann man den Surface aber erst im Herbst, wenn Windows 8 auf den Markt kommt. Über die Preise schweigt sich Microsoft noch aus. Aber sie sollten unter denen des iPad liegen, wenn Microsoft erfolgreich sein will.

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Facebook hat diese Woche in seine dank Börsengang üppig gefüllte Kriegskasse gegriffen und das israelische Softwareunternehmen face.com gekauft. Einfach so. face.com hat eine App entwickelt, mit der User auf ihren Smartphones Freunde in Fotos markieren und an Facebook melden können. Die Personen auf den Fotos bekommen so Namen.

Eine solche Funktion bietet Facebook bislang nur im Web, nicht aber mobil. 300 Millionen Fotos werden Tag für Tag bei Facebook hochgeladen. Da gibt es eine Menge zu markieren. Dass sich Facebook die App einverleibt, zeigt zweierlei: Dass Facebook die Gesichtserkennung ausbauen will – allen Protesten und aller Kritik zum Trotz -, und dass Facebook sich verstärkt auf den Mobilbereich stürzt. Aus gutem Grund, denn hier ist Facebook bislang absolut unterbelichtet.

Einmal im Jahr zeichnet das Grimme-Institut die besten deutschsprachigen Webangebote aus. Nominierungskommission und Jury hatten da eine Menge zu tun: Sie haben aus über 1900 Angeboten 26 ausgewählt, die nominiert wurden und acht mit einem Preis geehrt. 140 Sekunden zum Beispiel stellt in 140 Sekunden langen Videos interessante Menschen vor, die Twitter als Medium nutzen. Warum twittern sie und warum? Das wird in den hervorragend gemachten Kurzporträts deutlich.

Auch die anderen Preisträger: Spannend. Das Web-Medium Migazin zum Beispiel überzeugte die Jury durch seinen integrativen Ansatz, die Erklärvideos von Klaus Kauker, in denen der Musikstudent aus Münster Mainstream-Musik kritisch unter die Lupe nimmt, sind mittlerweile Kult und haben verdient einen Award bekommen. Die Tagesschau-App hat den Publikumspreis gewonnen, als beliebtestes Angebot überhaupt. Ausnahmslos verdiente Gewinner in diesem Jahr.