Ein offenes WLAN ist eine feine Sache: Einklinken – nutzen – fertig. Wer von uns hätte noch kein offenes WLAN benutzt, ob im Bahnhof, am Flughafen oder im Café. Offene WLANs sind einfach praktisch. Doch es gibt Spielverderber, die wollen, dass sich jeder Nutzer in einem offenen WLAN registriert und seine persönlichen Daten hinterlässt. Das Landgericht München hat nun entschieden: Nein, wer ein offenes WLAN betreibt, ist nicht verpflichtet, die Nutzer zu identifizieren. Ein kluges Urteil, denn nur so bleiben uns die offenen WLANs erhalten.

In wenigen Tagen starten die olmypischen Sommerspiele in London. Zur offiziellen Webseite London 2012 soll man nur verlinken dürfen, wenn man sich nicht kritisch äußert. Wörtlich heißt es in den Nutzungsbedingungen, man dürfe nur dann einen Link zur Homepage setzen, wenn man die Seite nicht in einem “falschen, irreführenden, abfälligen oder anstößigen Licht erscheinen” lasse. Albern. Verlinken darf jeder, das macht schließlich das Wesen des Web aus. Ein solcher Passus in den Nutzungsbedingungen lässt nur auf eins schließen: den Kontrollwahn in den sportlichen Institutionen.


Empfehlenswert hingegen das neue Spiel My life as a refguee, das die Vereinten Nationen in Auftrag gegeben haben und nun kostenlos verteilen. Es gibt die App für Android und iOS. Der Spieler schlüpft in die Rolle eine typischen Flüchtlings, drei Charaktere stehen zur Auswahl. In einer Art interaktiven Comic wird die Geschichte erzählt. Immer wieder muss der Spieler sich entscheiden, was er tun würde – oft bleiben ihm dazu nur wenige Sekunden Zeit. Auf diese Weise erfährt man eine Menge über die Hintergründe von Flüchtlingen und kann sich besser in ihre Situation einfühlen. Die App will Aufmerksamkeit erregen und Hintergrundinfos vermitteln – beides gelingt hervorragend, finde ich.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf den Online-Fotoservice Picmonkey: Die kostenlose Web-App erlaubt, Fotos ohne Registrierung zu bearbeiten und jede Menge Effekte anzuwenden. Picmonkey ist derzeit kostenlos und bietet mehr Funktionen und Optionen als vergleichbare Online-Fotoprogramme. Weil einige Zuschauer den Onlinedienst nicht sofort gefunden haben, noch mal der ausdrückliche Hinweis: Picmonkey ist keine Software zum Herunterladen, sondern ein Onlinedienst, der mit dem Browser benutzt wird. Es ist keine Installation von Software erforderlich.

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