Er gilt als wenig Internet-affin. Webseiten sind ihm ebenso ein Graus wie Twitter, soziale Netzwerke und all der andere technische Firlefanz. Trotzdem bemüht sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sichtlich, das ein oder andere in den „neuen Medien“ mal auszuprobieren – oder besser: mal ausprobieren zu lassen. Unter peerblog.de wollte Peer Steinbrück über seine politischen Ansichten aufklären und die Werbetrommel für seine Kanzlerkandidatur rühren.

Doch das Blog ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, die Finanzierung ist unklar. Nur so viel weiß man: Fünf Unternehmen finanzieren das Blog, das von einer Agentur aus Düsseldorf betrieben wird. Doch die Umstände haben diverse Hacker auf den Plan gerufen, die tagelang und immer wieder die Server von peerblog.de attackiert haben. Jetzt ist das Blog vom Netz – und bleibt es offensichtlich auch.

Bedauerlich, denn im Grunde ist es eine gute Entscheidung, alle Möglichkeiten im Internet auszuschöpfen, um für politische Inhalte zu werben. Was man bei Barack Obama geschätzt und gelobt hat, das kann nicht falsch sein, bloß weil ein deutscher Politiker von denselben Möglichkeiten Gebrauch macht.