Wer hätte das gedacht: Wir Deutschen sind skeptisch, was die Datenbrille Google Glass anbelangt. Das ist das Eregebnis der 36. W3B-Studie von Fittkau und Maaß, bei der 69.282 deutsche Internet-Nutzer mitgemacht haben. Kein Wunder: Während in den USA die meisten erst mal schauen, was man mit dem neuen Spielzeug alles machen kann und welche Möglichkeiten sich ergeben, schreien hierzulande erst mal die Datenschützer auf.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Wahrnehmungen: Das Interesse an Google Glass ist in Deutschland noch verhalten. Nur 3% finden, die Datenbrille sei “ausgesprochen interessant”.

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Nun gut, noch ist die Datenbrille schließlich auch nicht offiziell zu haben. Und aktuell ist sie auch wieder in der Presse, weil gleich zehn Datenschutzbeauftragte von Google Aufklärung verlangen, was man mit der Brille alles anstellen kann, welche Daten gespeichert werden und vieles andere mehr. Im Grunde genommen die richtigen Fragen, die man auch stellen muss – aber auch Fragen, die man schon längst hätte stellen können, denn es gibt auch andere Aufnahmegeräte, etwa Spion-Kulis, die ebenfalls alles aufzeichnen, Bild wie Ton, was in der näheren Umgebung passiert. Allerdings ist die Google-Brille online, bietet viel mehr Möglichkeiten und wird voraussichtlich deutlich mehr Anwender finden.

Doch die Studie fördert noch andere interessante Aspekte zutage. Jeder fünfte Deutsche ist über Google Glass nicht wirklich informiert und hat sich bislang noch keine Meinung gebildet. 40% können sich nicht vorstellen, so eine Brille dauerhaft zu tragen – dazu zähle ich mich selbst auch. Ich bin zwar wirklich offen für technische Spielereien jeder Art, aber Google Glass im Alltag, es fällt mir schwer, mir das vorzustellen.