Mit Windows 8.1 behebt Microsoft einige der Probleme, die Windows 8 hatte. Die Wogen zwischen Desktop und Modern UI wurden geglättet, das Anzeigen mehrerer Apps gleichzeitig klappt besser, und Nutzer können direkt zum Desktop booten. Für viele ist das das Windows, das Microsoft schon 2012 hätte veröffentlichen sollen.

Allerdings gibt es noch immer Raum für Verbesserung. Denn obwohl Windows 8.1 den Vorgänger verbessert, sollten weitere Stolpersteine in der Bedienung aus dem Weg geräumt werden. Bevor also ein von Grund auf neues, cloud-integriertes Windows 9 die Bühne betritt, ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zwischenversion groß – Windows 8.2.

  • Was steckt dahinter?
    Ein Upgrade für Windows, von Windows 8.1 ausgehend.
  • Wann könnte es erscheinen?
    In der ersten Jahreshälfte 2014.
  • Was müssen Nutzer bezahlen?
    Nichts, das Upgrade wäre wieder kostenlos.

Windows 8.2: Ein Neu-Start für Windows

Den Startbutton hat man nach Rückmeldungen vieler Nutzer wieder eingeführt. Besonders intuitiv ist das allerdings nicht. Denn mit Klick auf „Start“ wird die Startseite angezeigt. Per Rechtsklick auf den Startbutton hat man Zugriff auf ein Mini-Startmenü, mit Links zum Task-Manager, zur Systemsteuerung und zum Herunterfahren des Computers. (Auch in Windows 8 ist dieses Menü enthalten, dazu [Windows] + [X] drücken.)

In Windows 8.2 könnte der Zugriff auf ein Startmenü einfacher werden. Die ideale Gelegenheit, das Entdecken weiterer Einstellungen leichter zu machen, die momentan hinter vielen Klicks versteckt sind. Etwa das Hochfahren zum Desktop, oder das Herunterfahren des Computers.

Außerdem sollten die Bibliotheken wieder standardmäßig im Datei-Explorer sichtbar sein. Klar, einblenden lassen sie sich auch in Windows 8.1. Doch auch diese Option ist nicht leicht zu finden. Besonders für unerfahrene Nutzer sind die Labyrinthe der Untermenüs bisweilen sehr komplex.

Desktop-Apps?

Kommt Windows 8.2, stehen die Chancen für eine weitere Aufpolierung der Oberfläche gut. Weitere Desktop-Menüs müssen in die neuen „PC-Einstellungen“ umziehen, sodass man nicht immer zwischen Desktop und Modern UI hin- und herschalten muss. Allerdings sollte man bei Microsoft auch akzeptieren, dass viele Nutzer keine Touchscreen-Geräte haben und die klassische Oberfläche des Windows-Desktops bevorzugen.

Und könnte man nicht auch die „neuen“ Apps in Fenstern ausführbar machen, sodass man seltener umschalten muss? Genau das leistet schon heute die Software ModernMix von Stardock. Vom gleichen Anbieter stammt auch ein vollwertiger Startmenü-Ersatz, Start8.

Nur ein Windows Store für PC und Handy

Microsoft hat bereits davon gesprochen, die App Stores von Windows Phone und Windows zu vereinheitlichen. Das würde ebenfalls gut in Planungen für Windows 8.2 passen, denn in Windows 8.1 sind die Stores noch getrennt.

Diese Vereinheitlichung ist nötig für die Vision von einem einzigen Windows-System über die Geräte-Grenzen von PCs und Smartphones hinweg. Außerdem wird die Bedienung für Nutzer und Entwickler gleichermaßen besser. Im Februar 2013 wurden Entwickler gesucht mit der Frage: „Möchten Sie, dass Code, den Sie für Windows-Store-Apps schreiben, einfach auch auf Windows Phone läuft, und umgekehrt?“ Hört sich so an, als sei es bereits ein fester Plan.

Windows 8.2 oder 9?

Das nächste Windows bringt, ob 8.2 oder 9 genannt, noch mehr Einbindung in die Datenwolke. Wahrscheinlich ist auch, dass das neue Windows auch Rechenleistung in die Cloud auslagert, was die Xbox One ebenfalls tut.

Egal ob die neue Windows-Version „8.2“ oder „9“ heißen wird, führt sie uns näher an die Vision von einem einheitlichen Windows auf allen Geräten. Damit wird die neue Version zur Zukunft von Windows 8, Windows Phone und von Windows RT.

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