Microsoft warnt vor einem erheblichen Sicherheitsleck im Internet Explorer. Betroffen sind alle Versionen des Browser seit Version 6, auch unter Windows XP. Statistisch betrachtet läuft derzeit auf etwa jedem zweiten Internet-Rechner der Internet Explorer von Microsoft.

Das macht das Problem so groß: Wer das Leck ausnutzt, kann sich Zugang zum Rechner verschaffen. Er kann Daten auslesen und den Rechner sogar fernsteuern. Nach Angaben von Microsoft wird das Sicherheitsleck bereits von Kriminellen missbraucht. Vermutlich deshalb hat das Unternehmen ausgesprochen schnell reagiert und innerhalb kürzester Zeit einen Patch entwickelt.

Der Patch (Sicherheitsflicken) ist fertig und wird als außerplanmäßiges Update für Windows angeboten und eingespielt. Auf vielen Windows-Rechnern landet das Update automatisch, auf allen PCs ohne automatisches Update muss die Aktualisierung manuell eingespielt werden.

Was für Überraschung gesorgt hat: Microsoft hat auch ein Update für Windows XP im Angebot. Eigentlich sollte der Support für Windows XP am 8. April enden. Nun haben sich die Verantwortlichen bei Microsoft dazu entschlossen, für das neu entdeckte Sicherheitsleck auch für Windows XP die passende Lösung anzubieten. Microsoft hat offensichtlich Sorge, das Image könnte leiden.

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