eBooks werden auch in Deutschland immer populärer. Zwar machen eBooks in Deutschland bislang nur 5% des Marktumsatz aus, doch immer mehr Menschen lesen eBooks. Jetzt kann man eBooks sogar komplett kostenlos lesen – legal. Wer das nicht will, kann sich heute mit einer eBook-Flatrate Zugang zu unzähligen Titeln verschaffen.

In einem Tablet lassen sich mühelos mehrere Tausend eBooks speichern. Genügend Lesestoff für Jahre. Mit der Gratis-App Readfy, entwickelt von einem Startup-Unternehmen aus Düsseldorf, haben Bücherfans jetzt Zugriff auf Sage und Schreibe 25.000 eBooks – zum absoluten Nulltarif. Das erste Portal, in dem alle eBooks kostenlos sind.

Kostenlos 25.000 eBooks lesen, das klingt erst mal zu schön um wahr zu sein und für viele auf jeden Fall reizvoll. Stellt sich natürlich die Frage, welche Art von eBooks man gratis bekommt – und welche Titel konkret.

readfy

Kostenlos schmökern durch Werbebanner

Readfy stellt keine eigenen eBooks her, sondern ist eine App, die derzeit für Apple iOS und Android angeboten wird, jedoch noch nicht für die typischen eBook-Reader wie Amazon Kindle. Readfy kooperiert mit Buchverlagen. Allerdings nicht mit den großen, sondern mit eher kleinen. Die großen haben bislang kaum ein Interesse, ihre Titel kostenlos herzugeben. Die kleinen experimentieren schon mal.

Wer sich das Angebot von Readfy näher anschaut, sieht gleich: Hier gibt es gibt keine der begehrten Bestseller, sondern Werke weniger bekannter Autoren. Klassiker wie “Krieg und Frieden” gibt es zwar auch. Doch solche alten Werke dürfen ohnehin kostenlos verteilt werden, da die Urheberrechte erloschen sind.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kostenlos ist das Ganze, weil Werbung eingeblendet wird. Im oberen Lesebereich. Manchmal erscheint gar nichts – und dann solche Werbebanner. Die stören kaum. Allerdings werden manchmal auch Videos eingeblendet, beim Umblättern, und das stört dann schon – und passt irgendwie nicht zum Lesen eines Buchs.

Die Readfy-App bietet einiges an Komfort. Man kann zum Beispiel die Schriftgröße verstellen oder auch den Zeilenabstand, damit man die Texte besser lesen kann, je nachdem welches Gerät man verwendet und welche Schriftgröße man bevorzugt. Auch lässt sich zwischen Tag- und Nachtmodus wechseln.

Außerdem können Readfy-User Lesezeichen setzen, das eBook bewerten oder Rezensionen schreiben, die andere dann lesen. Und wer mag, kann in den sozialen Medien mitteilen, was er gerade liest. Das sind eine Menge Möglichkeiten, die einem da zum Nulltarif angeboten werden. Wenn man sich mit der Werbung arrangieren kann, ist das also durchaus interessant.

Nächstes Jahr will Readfy auch eine kostenpflichtige Version anbieten. Da zahlt man einen Monatsbeitrag – und bekommt die eBooks dann werbefrei.

Flatrate für eBooks: Jetzt auch Amazon

Eine Flatrate für eBooks: Die Buchbranche entwickelt sich in eine ähnliche Richtung wie die Musik- und die Filmbranche. Der Onlineriese Amazon hat diese Woche in Deutschland Kindle Unlimited gestartet. Das ist eine Flatrate für eBooks. Grenzenloses Lesevergnügen verspricht Amazon. Für 10 EUR im Monat stehen 650.000 Titel zur Auswahl. Aber bitte nicht blenden lassen: Davon sind lediglich etwa 40.000 Titel in Deutsch. Die meisten anderen in Englisch.

Immerhin: Es gibt durchaus einige Bestseller und aktuelle Titel, aber nur eine kleine Handvoll. Doch man kann in allen Büchern lesen – auch auf Smartphone und Tablet. Zum monatlichen Fixpreis.

Bis zu 10 eBooks kann man gleichzeitig ausleihen. Nacheinander aber so viele man will.

kindle unlimited

Skoobe und Social Books von Sobooks

Amazon setzt allerdings die Verlage unter Druck. Deswegen bevorzugen einige andere Angebote wie zum Beispiel Skoobe. Auch hier bekommt man eBooks zum Flatrate-Tarif. Zwischen 10 und 20 EUR im Monat kostet Skoobe, je nachdem, wie viele eBooks man gleichzeitig ausleihen möchte – und auf wie vielen Geräten. Dafür bekommt man ein ordentliches Angebot an Büchern.

Interessanter erscheint mir da die Alternative von Internet-Frontmann Sascha Lobo. Sobooks – so heißt sein Portal. Social Books. Hier kann man in alle Bücher reinschauen, in jedem Buch acht beliebige Seiten kostenlos lesen. Man kann Textstellen weitergeben, Bücher liken, kommentieren – und die eBooks auch kaufen. Eine ganz neue Art, Bücher anzubieten und sie zu lesen.

Die Welt der eBooks verändert sich gerade. Sie werden günstiger und die Flatrate entwickelt sich zum Standard, zumindest für nicht ganz aktuelle Werke.