An der Uni Tübingen haben Wissenschaftler der Videospielfigur Super Mario einem ungewöhnlichen Test ausgesetzt. Die Forscher haben eine Software entwickelt, die auf den ersten Blick aussieht, wie das berühmte Videospiel. Doch der Spieler kann mit Mario reden – und der kann sogar sagen, wie es ihm geht. Und er lernt. Witzig – und interessant.

Neun junge Forscher haben in dem Projekt der Uni Tübingen dem Videospiel-Promi eine künstliche Intelligenz verpasst. Das bedeutet: Der Super Mario aus Tübingen ist in der Lage, aus seinen Fehlern zu lernen. Außerdem wurde Super Mario auch noch mit einem eigenen Gefühlsleben und einer Stimme ausgestattet. Die Figur kann reden – auch über die eigenen Gefühle. Wenn etwas nicht klappt im Spiel, sorgt das für Frust – gelingt etwas, steigt auch die Laune.

Während Super Mario normalerweise ausschließlich vom Spieler gesteuert wird, kann der neu erschaffene Mario aus Tübingen auch selbst Entscheidungen fällen. Er erkundet die virtuelle Welt und zieht eigene Schlüsse. Das klappt so gut, dass er sogar einzelne Level bewältigt.

mario

Der Spieler kann mit Mario reden. Er kann ihm Anweisungen geben, etwa, ob er springen oder klettern soll. Auch kann er Tipps zum Spielverlauf geben. Die Tipps und die Erfahrungen werden in einer Datenbank gespeichert. Außerdem lässt sich Mario nach seiner aktuellen Gemütsverfassung befragen – und gibt artig Antwort.

Die im Spiel zum Einsatz kommende Software MarioAI wurde im Fachbereich Informatik am Lehrstuhl Kognitive Modellierung entwickelt. Ein interessantes Projekt, das zeigt, in welche Richtung sich die Künstliche Intelligenz entwickelt.