USB-Sticks sind ein praktisches Speichermedium, um Daten von A nach B zu transportieren, wenn man nicht die Dienste der Cloud in Anspruch nehmen möchte. Allerdings sind USB-Sticks vergleichsweise unsicher: Fällt der Stick den Falschen in die Hände, sind die Daten weg. Toshiba hat jetzt einen Stick mit Verschlüsselung entwickelt. Davon gibt es bereits einige, doch der neue USB-Stick hat sogar eine Mini-Tastatur zur Eingabe der PIN.

Toshibas Encrypted USB Flash Drive bietet 32 GB Speicherplatz und ist ein USB 2.0 Stick. Die auf ihm gespeicherten Daten lassen sich auf Wunsch mit AES 256 Bit verschlüsseln. Automatisch, direkt im Stick, nicht etwa im Rechner. Das macht es praktisch unmöglich, sich in den Prozess des Verschlüsselns und Entschlüsselns einzuklinken, um die Daten abzugreifen.

Solche USB-Sticks gibt es schon länger. Doch normalerweise muss man das Passwort für den Schlüssel am Rechner eingeben. Ein Winz-Programm auf dem Stick wird installiert und fragt es ab. Das bietet wieder eine Angriffsfläche für Hackangriffe. Abgesehen davon laufen die Miniprogramme nicht auf jedem Rechner tadellos. Deshalb hat sich Toshiba etwas Neues einfallen lassen und eine Winz-Tastatur auf den Stick angebracht. Darüber wird das Passwort eingegeben, um die Daten zu entschlüsseln.

toshiba usb

Das geheime Passwort wird vor dem Aufstecken auf den Rechner im Stick eingetippt. Wird es zehn Mal falsch eingegeben, löscht der Stick automatisch alle gespeicherten Daten. Das birgt natürlich ein gewisses Risiko: Fremde könnten mit Absicht mehrmals ein falsches Passwort eingeben, um die Daten zu ruinieren. Der Hersteller empfiehlt daher, Backups anzufertigen und den Stick lediglich als Transportmittel zu betrachten.

Das Encrypted USB Flash Drive gibt es mit 4, 8, 16 und 32 GByte und kostet je nach Speicherumfang zwischen 95 bis 200 US-Dollar. Ein vergleichsweise teurer Speicher also, aber dafür einer, der Daten sicher verwahrt.