Wer es Datendieben und Geheimdiensten nicht unnötig leicht machen will, der verschlüsselt seine Daten. Zugegeben: Es ist nicht immer ganz einfach. Doch zumindest für das Verschlüsseln von in der Cloud gespeicherte Daten gibt es mit Boxcryptor eine handliche und einfach zu bedienende Lösung. Jetzt ist eine neue Version für iOS erschienen, die auch iCloud und TouchID unterstützt.

Ganz ehrlich: Ich verstehe wirklich nicht, wieso nicht mehr Menschen Boxcryptor nutzen. Denn die bewährte Software ist hier für Privatlaute gratis, einfach zu bedienen und auch noch äußerst wirkungsvoll.

Die neueste Version für iOS unterstützt nun nicht nur die iPhone-6-Modelle, sondern kann man nun auch Daten in der iCloud verschlüsseln. So bleibt auch Apples Online-Speicher vor neugierigen Blicken geschützt. Das Update der iOS-Version liegt im App-Store bereit.

Weil Apple den Schlüssel nicht kennt und die Daten bereits vor dem Transport zum Server verschlüsselt werden, können wirklich nur berechtigte Personen die Daten auch wieder entschlüsseln.

Verschlüsseln mit Fingerabdruck

Mir persönlich gefällt die Unterstützung der TouchID auf Apple-Geräten (wäre grundsätzlich auch auf Samsung-Geräten denkbar, die mit einem Fingerabdruck-Sensor ausgestattet sind). Der Vorteil: Man muss kein Passwort eingeben, sondern benutzt einfach seinen magischen Finger. Der reicht zum Ver- und Entschlüsseln aus. Das geht blitzschnell und ist in meinen Augen auch nicht unsicherer als ein Passwort. Bequemer ist es auf alle Fälle.

Praktisch auch die Möglichkeit, Daten offline im Gerät zu speichern. Einmal geladen, ist keine Onlineverbindung mehr nötig, um die Daten erneut zu laden und zu benutzen.

boxcryptor

Auch Passwort-Manager unterstützt

Aber auch, wer über kein Gerät mit Fingerabdruck-Sensor verfügt, kann sich das Leben leichter machen. Denn die neue Boxcryptor-Version unterstützt auch Passwort-Manager wie 1Password oder LastPass. Bedeutet: Man muss das Passwort für die Ver- und Entschlüsselung nicht jedes Mal neu eingeben. Es reicht, wenn die Daten im Datentresor der Passwort-Manager verstaut sind.

Allerdings gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie sinnvoll und sicher es ist, solche Methoden zu verwenden. Denn wer seinen Schlüssel nicht eintippt, sondern im Passwort-Manager hinterlegt, macht sich generell leichter angreifbar. Auf der anderen Seite kann man es sich dann leisten, ein komplexeres Passwort zu benutzen, das unmöglich zu knacken ist.

boxcryptor_app

Kurz und gut: Ich kann nur jedem raten, sich Boxcryptor mal anzuschauen. Boxcryptor unterstützt Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, OneDrive, SugarSync, Box und nun auch iCloud. Außerdem gibts die Software für praktisch jedes Betriebssystem. Zumindest seine sensiblen Daten sollte man auf diese Art und Weise sichern, damit sie nicht jeder einfach so mitlesen kann.