Google hat seine Streaming-Hardware Chromecast einem kompletten Relaunch unterzogen: Aus einem Stick wurde eine runde Scheibe – und aus einer Hardware für Streamingfans wurden zwei. Ab sofort kann man zwischen einem Chromecast fürs Fernsehgerät und einem Chromecast für Audio auswählen.

Alle stürzen sich derzeit auf das Thema Streaming: Apple, Amazon, Google, Microsoft, Maxdome, Netflix, Spotify – und viele, viele andere. Während sich Netflix, Maxdome, Spotify und Co. auf Inhalte konzentrieren, versuchen die drei Großen der Branche auch mit eigener Hardware zu punkten. Die Idee: Streaming soll noch einfacher werden, vor allem im Wohnzimmer.

Und sind die Boxen erfolgreich, nutzen die Menschen auch unsere Streamingdienste. Apple hat sein Apple TV, Amazon sein Fire TV – und Google sein Chromecast. Alle Systeme haben ihr Vor- und Nachteile. Die Lösungen von Google und Amazon sind deutlich günstiger als die von Apple. Doch jetzt hat Google gleich zwei neue Varianten von Chromecast vorgestellt: Chromecast und Chromecast Audio.

chromecast

 

Zwei Varianten: Einer für TV-, ein anderer für Musik-Fans

Eins fällt sofort auf: Aus dem Chromecast ist eine runde Sache geworden. Bislang als Stick zu haben, ist das neue Modell jetzt eine etwas größer geratene runde Box. Die Technik braucht offensichtlich mehr Platz als bisher. Google Chromecast ist fürs Fernsehgerät gedacht und wird an die HDMI-Buchse aufgesteckt.

Die zweite Variante, Chromecast Audio genannt, ist völlig neu und ausschließlich zum Streamen von Musik gedacht. Chromecast Audio verfügt über analoge und digitale Ausgänge und kann einfach an den Verstärkereingang gestöpselt werden. Fertig. Schon kann man mit dem Smartphone oder Tablets Musik streamen.

Apple ist deutlich teurer

Apple bietet für diesen Zweck (und das schon sehr lange) den Funkadapter Airport Express an. Der kostet allerdings 109 EUR, ist also deutlich teurer als das neue Chromecast Audio für nur 39 EUR – und zum Streamen von Musik vollkommen ausreichend ist. Die Geräte sind mit einem WLAN-Modul ausgestattet und werden per Rechner, Tablet oder Smartphone konfiguriert und bedient. Vorteil von Chromecast: Man kann den Stream auf einem Gerät starten, kann das Gerät aber auch für andere Aufgaben nutzen. Chromecast Audio streamt einfach autark weiter.

Apple Airport express

Google Play Music soll bekannter werden

Mit den beiden neuen Chromecast-Modulen ist es einfach, Bildinhalte auf den Fernseher und Audioinhalte auf Musikgeräte zu schicken. Natürlich will Google nicht an der Hardware verdienen, sondern an den Inhalten. Noch ist Google Play Music vergleichsweise unbekannt – und nur wenig im Einsatz. Mit einer bezahlbaren Hardware wie Chromecast – die sich übrigens durchaus auch mit Apple-Gadgets bedienen lässt -, könnte sich das ändern. Der ein oder andere probiert dann vielleicht auch mal den Musik-Streamingdienst von Google aus.