Die Hightech-Branche startet immer gleich mit einer großen Messe ins Jahr, der “Consumer Electronics Show” (CES) in Las Vegas. Da zeigen die Hersteller, was sie Neues im Programm haben und dieses Jahr verkaufen wollen. Neben Virtual und Augmented Reality gibt es viele weitere Trends: Internet der Dinge, Vernetzung im Haus, Smarthome, Drohnen und einiges mehr.

Auf der CES in Las Vegas sieht man vor allem jede Menge Drohnen. Ganz neu ist dieses Modell: Der AirDog. Lufthund. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn diese Drohne folgt ihrem Herrchen oder Frauchen wie ein artiger Hund auf Schritt und Tritt. Aber eben in der Luft. Die Drohne bleibt automatisch in der Nähe – und macht spektakuläre Aufnahmen von oben.

Spektakuläre Aufnahmen

Für Actionsportarten wie Mountainbike oder Snowboard kann das durchaus reizvoll sein. Ab April gibt es die Drohne zu kaufen. Rund 1’600 EUR soll sie kosten, also alles andere als ein Schnäppchen. Doch es steckt auch viel Technik drin – und die Leute kaufen gerade wie verrückt solche Drohnen.

Auf der CES waren diverse neue Modelle zu sehen. Winzig kleine Drohnen wie diese für wenige Euro, die mehr oder weniger nur Spaß machen soll. Oder hochwertige Drohnen, mit denen man auch gute Aufnahmen machen kann. Auf der CES wurden Dutzende neuer Modelle gezeigt.

AirDog

Besonders ungewöhnlich ist dieses neue Modell von Parrot. Die erste Drohne, die ohne Hubschrauberpropeller auskommt, sondern die Tragflächen hat. Disco heißt dieses Modell mit Flügeln. Sie kann bis zu 80 km/h schnell fliegen und 45 Minuten in der Luft bleiben.

Drohnen als Risiko

Ich persönlich bin kein Freund von diesem Drohnen-Hype. Auf der einen Seite machen sie spektakuläre Aufnahmen. Keine Frage. In der Natur also kein Problem. Doch in Städten und Ballungsgebieten gibt es ein erhebliches Unfallrisiko. Nicht jeder kann so eine Drohne perfekt steuern. Außerdem wird mit Drohnen häufig die Privatsphäre verletzt. Stichwort: Drohen vorm Fenster.

Deswegen braucht es strengere Regeln, wann, wo und wie Drohnen eingesetzt werden dürfen – und von wem.

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Virtual Reality: Teure Brillen

Das zweite große Trendthema auf der CES habe ich hier schon vorhergesagt: Virtual Reality. Fast alle Game-Hersteller stürzen sich auf die neuen Möglichkeiten, die Virtual Reality bietet. Aber nicht nur Game-Hersteller. Auch Filmproduzenten – und sogar Journalisten. Längst gibt es die ersten Dokus, die man mit VR-Brille auf der Nase erleben kann.

Doch wer Virtual Reality in vollen Zügen genießen will, der braucht halt eine VR-Brille. Die Ocolus Rift kann man ab sofort kaufen. Oder besser: Vorbestellen. Allerdings kostet die Brille stolze 700 Euro und ist damit nur etwas für absolute Enthusiasten unter den Gamern.

ocolus rift vr

Auch HTC hat seine neue VR-Brille vorgestellt, die deutlich günstiger sein wird als die von Ocolus. Alle wittern das große Geschäft: Die Anbieter der Brillen. Die Game-Hersteller, weil sie endlich wieder einen neuen Spieleansatz haben.

Aber eben auch Filmindustrie und andere Softwarehersteller. Alle loten gerade aus, was sie mit Virtual Reality anstellen können. Brillen, Spiele und Inhalte kommen im Laufe dieses Jahres auf den Markt.

henry

Verrückte Gadgets

Es gibt ein paar verrückte Neuheiten. Zum Beispiel den Gürtel “Welt” genannt. Dieser Hightech-Gürtel von Samsung bekommt nicht nur mit, ob und wie viel wir jeden Tag sitzen, sondern auch, wie viel wir uns bewegen – und sogar, ob der Taillenumfang zu- oder abnimmt.

Auch solche Spielereien finden ganz sicher Abnehmer. So wie die vielen neuen Fitness-Tracker, von denen man auf der Messe ebenfalls jede Menge sehen konnte.

Ebenfalls total abgedreht: Dieser Wecker, SensorWake genannt. Der weckt einen nicht mit Summen, Surren oder Radio, sondern mit – Gerüchen. Man hat die Wahl, ob einen morgens der Duft von Espresso, Croissant, Schokolade oder einer der vielen anderen Düfte um die Nase wehen soll. Ob man davon wach wird? Ich wage es zu bezweifeln.

 

Ich habe aber auch etwas wirklich Nützliches entdeckt: Speedify. Eine App, die WLAN, Mobilfunk und Bluetooth bei Bedarf miteinander kombiniert. Weil alle drei Funkstandards parallel genutzt werden, ist die Onlineverbindung schneller. Und stabiler. Kann man gut gebrauchen, wenn man zukünftig häufiger VR-Angebote nutzt.