Virtual Reality ist das große Ding derzeit in der IT-Branche. Alle machen mit: Microsoft, Google, Facebook, Samsung… Sie machen sich alle Gedanken darüber, wie wir in virtuelle Welten abtauchen können. Facebook hat diese Woche eins drauf gesetzt: Ab sofort können wir 360-Grad-Fotos bei Facebook hochladen – und jeder kann sie sich ohne weitere Hilfs-Mittel anschauen. Was das bringt? Fotos mit mehr räumlichen Eindruck und Tiefe.

Der besondere Reiz liegt bei Panorama-Fotos darin, dass man sich im wahrsten Sinne des Wortes umschauen kann. Nach links, nach rechts, nach vorne oder hinten – alles im Blick. Ab sofort kann jeder solche Rundum-Fotos bei Facebook veröffentlichen (hier mehr Infos darüber bei Facebook selbst).

Wenn ein Online-Dienst wie Facebook plötzliche 360-Grad-Panorama-Fotos unterstützt, werden sie hof-fähig, ja sogar fast schon zum Standard. Fest steht: So einfach war es noch nie, 360-Grad-Panorama-Fotos zu verteilen oder sich anzuschauen. Facebook erledigt den gesamten technischen Kram.

Panoramafoto FB

Panorama-Fotos auf unterschiedliche Weise anschauen

Man kann sich die Panorama-Fotos auf Facebook auf verschiedene Weise anschauen. Zum einen natürlich auf der Webseite: Da reicht es, das Foto einmal anzutippen oder anzuklicken – danach kann man sich mit Maus oder durch Finger-Tippen im Bild umher bewegen und so jeden beliebigen Winkel des Bildes erkunden.

Was man aber auch machen kann – und das macht besonders viel Spaß: Man schnappt sich sein Smartphone oder Tablet. Wenn man sich hier ein 360-Grad-Foto anschaut, kann man einfach das Mobil-Gerät bewegen. Die App zeigt dann automatisch den passenden Ausschnitt, also ohne dass man mit Maus oder Finger den gewünschten Bild-Ausschnitt bestimmen müsste.

Anschauen mit VR-Brille

Die Bewegungs-Sensoren im Gerät erkennen jede noch so kleine Bewegung. Dadurch wirken die Fotos noch viel räumlicher. Man schaut sich wirklich um. Last not least kann man sich die 360-Grad-Panorama-Fotos auch mit einer VR-Brille anschauen. Das ist natürlich besonders beeindruckend.

Einfach das Smartphone in die VR-Halterung stecken oder die VR-Brille aufsetzen – und reinschauen. Hier reicht es nun, den Kopf zu bewegen. Die Brille zeigt dann den passenden Bild-Ausschnitt. Allerdings nicht in 3D, denn 360-Grad-Panorama-Fotos fehlt die räumliche Tiefe. Aber sich im Bild umschauen, das geht mit so einer VR-Brille.

Samsung Gear VR

Selbst Panorama-Fotos machen

Am besten und am einfachsten gelingen solche Aufnahmen, wenn man eine spezielle Kamera wie die Ricoh Theta S benutzt. Sie hat zwei Kameralinsen – vorne und hinten. So wird die gesamte Umgebung gesehen und es entsteht auf Knopf-Druck eine 360-Grad-Panorama-Aufnahme. Die Ergebnisse erscheinen im Smartphone. Man kann aber auch mit dem Smartphone auslösen.

Natürlich wird sich nicht jeder eine spezielle Kamera für 360-Grad-Aufnahmen zulegen wollen. Kostet auch ab 250 EUR aufwärts, ist also eine Investition. Macht aber nichts, denn man kann solche Aufnahmen auch mit dem Smartphone oder Tablet hinbekommen.

ricoh_theta

So manches Smartphone kann beispielsweise serienmäßig solche Panorama-Aufnahmen machen. Da schwenkt man einmal gelassen von links nach rechts. Allerdings kann man hier nicht nach oben oder unten gucken

Es gibt aber auch spezielle Apps wie die Photo Sphere App, 360 Panorama oder andere. Einige davon sind kostenlos, manche kosten ein paar Euro. Mit diesen kann man mit etwas Mühe Panorama-Bilder herstellen, indem man diverse Bilder zusammensetzt.

ios6-panorama

Spezielle Apps für spherische Aufnahmen

Die Panorama-Apps helfen beim zusammen setzen der 360-Grad-Fotos. Man muss diverse Aufnahmen machen, die dann wie Mosaik-Steine zusammen gesetzt werden. Auf diese Weise entsteht dann nach einer Weile eine sphärische Foto-Aufnahme.

Egal, auf welche Art und Weise man seine 360-Grad-Panorama-Aufnahmen gemacht hat: Am Ende lädt man sie einfach bei Facebook hoch. Facebook erkennt automatisch, wenn es sich um sphärische Aufnahmen handelt und stellt die Panorama-Bilder dann entsprechend klar. Manchmal klappt das allerdings nicht wie versprochen – da müssen die Entwickler bei Facebook noch nachbessern.

Fest steht: 360-Grad-Aufnahmen sind eine echte Bereicherung. Es macht Spaß, sich solche Aufnahmen anzuschauen. Der Sender Arte zum Beispiel setzt immer wieder gezielt 360-Grad-Videos ein – vor allem in seiner wirklich empfehlenswerten App. Total beeindruckend. Auch ohne VR-Brille. Aber mit VR-Brille auf der Nase erst recht. Hier liegt die Zukunft.