Tooooor! Hat man früher geschrien. Heute schickt man eine WhatsApp-Nachricht, vielleicht noch garniert mit einem Foto vom geschminkten Partner, postet was auf Facebook oder Twitter. Kurz: Man lässt die Nachbarn im Digitalen Dorf wissen, wenn man sich freut – order ärgert. Und das kann man sogar messen: Vodafone hat nach Toren eine deutlich höhere Datennutzung nachgewiesen.

Während des Achtelfinal-Spiels gegen die Slowakei stieg das Datenvolumen zwischen 18 und 20 Uhr um 25 Prozent gegenüber einem normalen Sonntag. „Sehr wahrscheinlich, weil die Fans in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram über das Spiel diskutierten oder Videos und Fotos von ihren eigenen EM-Partys mit anderen teilten“, mutmaßt Vodafone.

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Die größten Steigerungen stellte Vodafone unmittelbar nach den drei Toren und auch nach dem verschossenen Elfmeter fest. Gegen 18.08 Uhr, 18.14 Uhr, 18.44 Uhr und gegen 19.23 Uhr stieg das Datenvolumen sogar jeweils um 30 Prozent gegenüber einem normalen Sonntag an.

Erstaunlich: Nach der 70. Minute und der 3:0 Führung für Deutschland ebbte die Datennutzung auf das Normalmaß ab. Offenbar schauten sich die Fans die letzten 20 Minuten ganz in Ruhe an, es gab keine Aufreger mehr.

Zum Vergleich: Bei den ersten beiden Vorrundenspielen gegen die Ukraine und Polen blieb es im Vodafone-Netz ruhig. Den einzigen Peak in der Vorrunde gab es unmittelbar nach dem 1:0 gegen Nordirland als die Datennutzung um 11 Prozent stieg.