Ein Jahr ist zu Ende. Und ein Jahr in der echten Welt sind mindestens zehn Jahr im Internet. Sagt man so, weil sich in der IT-Welt alles so wahnsinnig schnell entwickelt- Wir sprechen hier im Medienmagazin oft über die nicht so schönen Entwicklungen, über Fakenews und Hasskommentare zum Beispiel. Aber was sind die schönen Entwicklungen, die gelungenen Apps, die erfreulichen Trends?

Am meisten Wirbel verursacht hat 2016 ganz klar Pokémon Go. Die kostenlose App hat Heerscharen von Jugendlichen aus dem Bau getrieben und sie zur virtuellen Monsterjagd animiert. Das hat noch keine App zuvor geschafft, so viele Menschen in aller Welt für eine Sache zu begeistern, die komplett und ausschließlich virtuell ist.

Das Smartphone als Spielgerät, Monitor, GPS-Empfänger, Spielstandmelder und Kommunikationsgerät in einem. Großartig. Damit hat Spielehersteller Niantec einen echten Meilenstein in der Spielewelt hingelegt: Augmented Reality, also der Vermengung von echter und virtueller Welt, wurde endgültig zum Durchbruch verholfen.

Allerdings haben wir auch gesehen, dass selbst der größte Hype nur wenige Wochen anhält. Heute sieht man kaum noch Menschen auf Pokémon-Jagd. Dennoch: Ich bin sicher, dass wir in Zukunft noch andere interessante Spielideen sehen werden, die Augmented Reality nutzen.

Wir gehen mehr live

Das Netz ist heute von den Sozialen Netzwerken dominiert, so scheint es, also von Facebook, Twitter, Instagram und Co. Ein klarer Trend ist meiner Ansicht nach die Livefunktion. Mit Periscope von Twitter und Meerkat gibt es ja schon länger Apps, die Live-Video-Streams erlauben. Jeder kann sich hinstellen und Live-Video-Streams ins Netz schicken, die dann jeder sehen kann.

Doch dieses Jahr ist dieser Technologie der Durchbruch gelungen: Erst mit Periscope, doch vor allem mit der Livefunktion von Facebook. Seit einigen Monaten kann jeder live online gehen. Mittlerweile gibt es das auch bei Instagram, das ja zu Facebook gehört. Bei dem Anschlag in München wurden Livebilder ins Netz gestellt, die teilweise sogar von Fernsehsendern live übernommen wurden.

Was mit gefällt, ist, wie einfach es ist, einen Live-Feed zu starten – und wie gut die Qualität ist. Facebook hat nun auch Live-Audio-Streams angekündigt, die demnächst starten sollen. Die Live-Funktion wird 2017 eine große Rolle im Netz spielen.

Der verrückteste Trend

Der verrückteste Trend ist meiner Meinung nach die „Mannequin Challenge“. Für alle, die das noch nicht gesehen haben: Menschen und vor allem Menschengruppen bleiben in einer Situation wie eingefroren stehen – und jemand läuft durch die Menge und nimmt ein Video auf, ein Video von einem Standbild Die Menschen sehen aus wie Schaufensterpuppen, deswegen „Mannequin Challenge“.

Selbst Promis wie Beyoncé oder Hillary Clinton haben da mitgemacht, aber auch die Spieler von Borussia Dortmund. Es gibt wirklich witzige und gelungene Videos. Einfach mal auf YouTube nach dem Stichwort suchen.

Das verrückteste Game

Ein echter Knaller und von vielen sehnsüchtig erwartet war „Super Mario Run“. Sozusagen der Nachfolger des Klassiker „Super Mario“, ein Game, das wohl jeder kennt, nicht nur von der tragbaren Spielekonsole von Nintendo. Super Mario Run ist das erste Spiel von Nintendo für Mobilgeräte.

Es kostet 9,99 EUR – also ziemlich viel für eine Game-App. Viele sind begeistert von dem Spiel, weil es die Tradition fortführt, aber trotzdem auch Neues bietet – andere sind enttäuscht. Mein Urteil: Irgendwo dazwischen. Es ist doch schön, dass es auch in der IT-Branche so etwas wie Klassiker gibt, und die am Leben zu halten ist schön.

 

Super Mario Run