Firefox Send Alternativen: Sichere Dateitransfer-Tools 2026

von | 03.08.2017 | Internet

Firefox Send war ein vielversprechender Dienst von Mozilla zum sicheren Dateiaustausch – doch der Service wurde 2020 eingestellt. Inzwischen gibt es jedoch zahlreiche Alternativen, die ähnliche Funktionen bieten und teilweise sogar noch besser sind. Hier zeigen wir euch die besten Optionen für sicheren Dateitransfer.

Firefox Send war seiner Zeit voraus: Einfacher Drag & Drop Upload, automatische Verschlüsselung und Dateien mit Verfallsdatum. Leider stellte Mozilla den Dienst im September 2020 ein – offiziell wegen Missbrauch, aber auch wegen steigender Betriebskosten. Doch die Idee lebt weiter: Mehrere Services haben das Konzept übernommen und teilweise verbessert.

Die besten Firefox Send Alternativen

Send.vis.ee ist praktisch ein Firefox Send Klon – basiert sogar auf Mozillas Open-Source-Code. Bis zu 2,5 GB Dateigröße, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Verfallsdatum nach Download oder Zeitablauf. Komplett kostenlos und ohne Registrierung.

Wormhole von magic-wormhole.io funktioniert ähnlich simpel: Datei hochladen, Code generieren lassen, Code weitergeben. Die Datei wird gelöscht, sobald sie heruntergeladen wurde. Maximale Dateigröße liegt bei 10 GB.

WeTransfer kennen viele bereits – der Klassiker erlaubt bis zu 2 GB kostenlos, mit Plus-Account sogar 200 GB. Dateien bleiben 7 Tage verfügbar. Seit 2023 gibt es auch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Premium-Version.

Bitwarden Send überrascht: Der bekannte Passwort-Manager bietet auch Dateitransfer. Kostenlose Konten können Dateien bis 100 MB versenden, Premium-Nutzer bis 1 GB. Besonders praktisch: Passwort-geschützte Links und präzise Verfallszeiten.

Sicherheit steht im Fokus

Der Grund für Firefox Sends Erfolg war die Sicherheit – und die ist heute wichtiger denn je. Alle genannten Alternativen setzen auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet: Die Dateien werden bereits in eurem Browser verschlüsselt, bevor sie hochgeladen werden. Der Entschlüsselungsschlüssel steckt im Download-Link.

Selbst die Anbieter können eure Daten nicht einsehen – zumindest theoretisch. Bei Open-Source-Lösungen wie Send.vis.ee könnt ihr das sogar selbst überprüfen. Trotzdem gilt: Für hochsensible Daten solltet ihr zusätzliche Verschlüsselung verwenden oder auf etablierte Business-Lösungen setzen.

Tresorit Send richtet sich an Unternehmen und bietet bis zu 5 GB kostenlos. Schweizer Datenschutz, Zero-Knowledge-Architektur und detaillierte Download-Statistiken machen es zur Profi-Variante.

OnionShare geht den Tor-Weg: Eure Dateien werden direkt von eurem Rechner über das Tor-Netzwerk geteilt. Maximale Anonymität, aber auch etwas komplizierter in der Handhabung.

Datenschutz und rechtliche Aspekte

Bei der Wahl des Services solltet ihr auf den Serverstandort achten. Europäische Anbieter unterliegen der DSGVO, was zusätzlichen Schutz bedeutet. Send.vis.ee hostet in Europa, WeTransfer in den Niederlanden.

Wichtig: Auch bei verschlüsselter Übertragung werden IP-Adressen und Metadaten protokolliert. Für wirklich anonymen Transfer müsst ihr zusätzlich VPN oder Tor verwenden.

Die meisten Services scannen Dateien automatisch auf Malware – das funktioniert trotz Verschlüsselung über Hashwerte bekannter Schädlinge. Ein wichtiger Schutz, aber keine 100%-ige Garantie.

Tipps für sicheren Dateitransfer

Genau wie bei Firefox Send solltet ihr Download-Links vorsichtig handhaben. Verschickt sie am besten über einen separaten Kanal – Link per E-Mail, Passwort per Messenger. Nutzt kurze Verfallszeiten und überprüft, ob der Download erfolgreich war.

Für regelmäßigen Dateiaustausch sind Cloud-Services wie Nextcloud oder Synology Drive oft praktischer. Sie bieten dauerhafte Links, Ordner-Synchronisation und erweiterte Rechteverwaltung.

Bei sehr großen Dateien über 10 GB helfen spezialisierte Services wie Jumpshare oder pCloud Transfer. Kostenpflichtig, aber dafür mit Profi-Features wie Download-Statistiken und White-Label-Branding.

Fazit: Firefox Send mag Geschichte sein, aber das Konzept ist aktueller denn je. Die Alternativen sind teilweise sogar besser geworden – mehr Speicherplatz, bessere Sicherheit, zusätzliche Features. Für den schnellen Dateiaustausch sind sie perfekte Werkzeuge im digitalen Alltag.

 

Zuletzt aktualisiert am 02.04.2026