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IT-Trends 2018

06.01.2018 | Von Jörg Schieb

Other

Was bringt uns das neue Jahr in Sachen Hightech-Gimmicks und Cyber-Schnickschnack: Cyberbrillen? Noch mehr Social Media? Noch mehr Vernetzung, Überwachung oder Kommunikation?

Auch 2018 werden wir nicht ständig mit Hightech-Brillen auf der Nase herumlaufen. Aber doch vermutlich öfter. Zumindest am Arbeitsplatz. Spezielle Datenbrillen helfen, dass sich Mitarbeiter im Lager besser zurechtfinden. In der Medizin lassen sich Diagnosen besser besprechen. Die Brillen kommen aber auch in der Produktion oder in der Gestaltung zum Einsatz.

geralt / Pixabay

 

Digitale Transformation

Das Stichwort ist: Digitale Transformation. Wo können Computer und Vernetzung im Alltag oder im Beruf einen Vorteil bringen? Und das nicht nur im Büro, sondern auch in allen anderen Bereich.

Durchsetzen werden sich dabei Mixed Reality Brillen wie die Hololens von Microsoft. Denn hier ist man nicht zwingend alleine, sondern man sieht die anderen. Die anwesenden Kollegen – und die, die sich gerade woanders aufhalten.

Mixed Reality

Echte und virtuelle Realität verschmelzen miteinander. Man schaut durch die Brille und kann seine Umgebung sehen – und gleichzeitig das, was die Brille einem zeigen will. Brillen wie die Hololens-Brille von Microsoft. Die ist aber recht teuer, doch es gibt auch mittlerweile Brillen für zu Hause, die nur einen Bruchteil kosten

Solche Brillen kann man zum Spielen benutzen. Es gibt bereits diverse Spiele für die Brille. Aber auch für andere Dinge.

Zum Beispiel könnte man bequem entscheiden, welches Sofa optimal in die Ecke passt. Und zwar genau in die Ecke der eigenen Wohnung. Die Möbel lassen sich virtuell reinprojizieren.

Hier werden wir dieses Jahr sicherlich ein paar interessante Entwicklungen sehen.

pixel2013 / Pixabay

 

Datenbrillen für den Alltag

Datenbrillen für den Alltag hingegen haben keine Chance. Die viel diskutierte Google Glass zum Beispiel wurde wieder eingestellt. Und auch die Datenbrille Spectacles von Snapchat ist wieder in der Versenkung verschwunden, obwohl Soziale Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Menschen wollen offensichtlich keine Datenbrillen im Alltag.

Ein Filmemacher aus Israel hat eine andere Vision: Kontaktlinsen, die den Träger mit Informationen versorgen. Rund um die Uhr. Wir sehen, was im Kühlschrank ist – und bekommen ein Rezept präsentiert, was wir damit machen können. Und auch wie. Und wenn wir jemandem gegenüber sitzen, bekommen wir alle Infos über die Person präsentiert.

Wollen wir man nicht hoffen, dass es so weit kommt.

Internet der Dinge

Was werden wir noch dieses Jahr sehen? Wir werden sehen, dass immer mehr Alltagsgegenstände vernetzt sind. „Internet der Dinge“ wird das genannt. Die Geräte werden mit dem Internet verbunden – aber nicht nur per WLAN zu Hause, sondern überall.

Die Mobilfunkanbieter haben bereits erste Beispiele dafür im Angebot. Zum Beispiel smartes Reisegepäck, das auf Wunsch seinen Standort übermittelt. Oder Webcams, die ohne WLAN funktionieren. Oder GPS-Empfänger, die ständig verraten, wo sich Autos, Räder oder Haustiere aufhalten.

Von solchen vernetzten Geräten werden wir dieses Jahr sicher noch mehr sehen. Ein prima Zusatzgeschäft für die Mobilfunkanbieter, da sie für jedes Gerät Gebühren kassieren. Und ein zusätzliches Problem für uns, da wir nicht wissen, wie sicher die Geräte sind – von Datenschutzproblemen mal ganz zu schweigen.

Digitale Assistenten

Ein weiterer Bereich, in dem dieses Jahr eine Menge passieren wird, ist der Bereich der Digitalen Assistenten.

Im Smartphone kennen wir sie als Siri, Cortana und Google Assistant. Zu Hause als Alexa, Google Home oder Homepod. Google, Apple und Microsoft wollen, dass wir möglichst viel mit den Geräten reden – und uns so mit Infos versorgen. Künstliche Intelligenz sorgt im Hintergrund dafür, dass uns die Systeme immer besser verstehen und immer besser kennenlernen.

Und das ist der Trick: Es geht um unsere Daten. Die KI-Systeme entlocken uns immer mehr Daten, die sich gewinnbringend verkaufen lassen. Wir wissen aber nicht, welche Daten, zu welchem Zweck und was damit passiert. Das ist ein wachsendes Problem, für das wir dringend eine Lösung brauchen: Mehr Transparenz.

Und dafür kann nur die Politik sorgen. Aber vermutlich noch nicht in diesem Jahr, befürchte ich.

 

 




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