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Alexa kommt auch auf Rechner

24.01.2018 | Von Jörg Schieb

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Bislang gab es den Sprachassistenten Alexa ausschließlich in dafür vorgesehenen Geräten der Echo-Reihe. Doch nun hat Amazon angekündigt, Alexa auch auf PCs und Mobilgeräten anzubieten. Das Ziel ist klar: Eine größere Reichweite.

Dass Digitale Sprachassistenten wie Alexa von Amazon, aber auch Siri von Apple, Google Home von Google oder Cortana von Microsoft sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist nicht zu übersehen. Im Weihnachtsgeschäft waren die Digitalen Assistenten, die man sich in die Wohnung stellen kann, ein großer Verkaufsschlager.

Amazon gebührt die Ehre, mit Alexa erster Hersteller solcher Geräte gewesen zu sein und den Trend erkannt und auch mit befeuert zu haben.

Alexa soll überall präsent sein

Doch Amazon hat einen entscheidenden Nachteil gegenüber Apple, Google und Microsoft: Die drei Großen der Branche müssen nicht unbedingt eigene Lautsprecher herstellen (das machen sie mittlerweile auch), sondern integrieren ihre Digitale Assistenten auch in ihre Geräte. Cortana ist auf allen Windows-10-Rechnern erreichbar, Siri mittlerweile auf jedem Apple-Gerät und auch Google experimentiert mit Spracheingabe in seiner Suchmaschine.

Doch diesen Wettbewerbsnachteil will Amazon nun abbauen. Alexa steht nun bald auch auf Windows-10-Rechnern zur Verfügung, in Form einer speziellen App – kostenlos. Erst mal nur auf PCs von Acer, Asus, HP und Lenovo, aber das ist ein Anfang. Windows-10-User können dann auch am PC mit Amazon reden. Sie nutzen das eingebaute Mikrofon und die eingebauten Lautsprecher. Amazon setzt derzeit den Schwerpunkt auf Smart Home: Per Sprachbefehl die Geräte im Haus überwachen und steuern – das gefällt vielen Menschen.

Jedes Gespräch ein potenzielles Verkaufsgespräch

Die Strategie dahinter ist klar: Amazon will noch mehr Leute an Alexa gewöhnen – und nicht darauf warten, dass sich alle entsprechende Hardware kaufen. Nach und nach wird Amazon entsprechende Apps für alle Geräte anbieten, auch für Android und iOS. So wird Alexa früher oder später überall zur Verfügung stehen und Cortana, Siri und Google Konkurrenz machen. Ein aus Sicht von Amazon kluger Schachzug, um der Präsenz der Konkurrenz etwas entgegensetzen zu können.

Alexa ist ein vergleichsweise guter Sprachassistent, der viel versteht und schnell dazu lernt. Auch das ist ein wichtiger Aspekt: Je mehr Menschen einen Assistenten benutzen, um so lernfähiger ist das System. Mehr Eigenheiten, mehr Fehler, mehr Wünsche, die verarbeitet werden können. Last not least – und das wollen wir mal nicht vergessen – freut sich Amazon natürlich über zusätzlich anfallende Daten.

Und jedes Gespräch kann zum Verkaufsgespräch werden. Kopfschmerzen? Dann kann Amazon ein Schmerzmittel verschicken. Yoga ist interessant? Dann her mit der neuen Yogamatte und dem Lehrbuch … Ihr versteht, was ich meine.




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