Google Play Music ist Geschichte – bereits 2020 hat Google seinen Streaming-Dienst zugunsten von YouTube Music eingestellt. Was bedeutet das für euch als Nutzer? Hier ist euer Fahrplan für 2026, um eure Musik optimal am Desktop zu hören.
YouTube Music als Nachfolger
YouTube Music hat die Rolle von Google Play Music komplett übernommen. Der Dienst bietet sowohl kostenlose als auch Premium-Funktionen und lässt sich problemlos am Computer nutzen. YouTube Music Premium kostet 9,99 Euro monatlich und bietet werbefreies Streaming, Offline-Downloads und die Möglichkeit, Musik im Hintergrund zu hören.
Für den Desktop-Zugang habt ihr mehrere Optionen: Die Web-App unter music.youtube.com funktioniert in allen modernen Browsern einwandfrei. Besonders praktisch ist die Progressive Web App (PWA) von YouTube Music, die ihr direkt aus dem Browser heraus als Desktop-App installieren könnt – einfach in Chrome auf die drei Punkte klicken und „App installieren“ wählen.
Desktop-Apps für YouTube Music
Mehrere Entwickler haben inoffizielle Desktop-Clients für YouTube Music entwickelt. Der „YouTube Music Desktop App“ von th-ch ist besonders beliebt und bietet Features wie:
– Native Desktop-Integration mit Tastenkombinationen
– Discord Rich Presence für die Anzeige des aktuellen Songs
– Last.fm-Scrobbling
– Anpassbare Themes
– Tray-Icon für die Steuerung aus der Taskleiste
Die App ist kostenlos auf GitHub verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert. Ein weiterer beliebter Client ist „YTMDesktop“, der ähnliche Funktionen bietet und besonders für Windows-Nutzer optimiert ist.
Alternative Streaming-Dienste für den Desktop
Falls YouTube Music nicht euren Geschmack trifft, gibt es 2026 hervorragende Alternativen mit nativen Desktop-Apps:
Spotify bleibt der Marktführer mit seiner ausgereiften Desktop-Anwendung. Die App bietet nahtlose Synchronisation zwischen Geräten, umfangreiche Playlist-Features und eine der besten Empfehlungsalgorithmen.
Apple Music hat seine Windows-App stark verbessert und bietet jetzt native Unterstützung für lossless Audio und Spatial Audio. Besonders interessant für Nutzer mit gemischten Apple/Windows-Umgebungen.
Amazon Music Unlimited punktet mit seiner Desktop-App durch HD- und Ultra-HD-Streaming. Die Integration mit Alexa-Geräten ist nahtlos.
Tidal richtet sich an Audiophile mit HiFi- und Master-Qualität. Die Desktop-App unterstützt exklusive Modi für High-End-Audio-Hardware.
Open-Source-Lösungen für lokale Musik
Wer seine eigene Musiksammlung bevorzugt, findet in Strawberry Music Player oder foobar2000 (Windows) ausgezeichnete kostenlose Alternativen. Beide unterstützen Last.fm-Scrobbling, umfangreiche Formatunterstützung und sind vollständig anpassbar.
Für die Verwaltung größerer Musikbibliotheken eignet sich MusicBee hervorragend – ein mächtiger Player mit automatischer Tagging-Funktion und Sync-Features für mobile Geräte.
Migration von Google Play Music
Falls ihr noch alte Google Play Music-Daten habt: Google bot damals Tools zur Migration nach YouTube Music an. Diese sind inzwischen nicht mehr verfügbar, aber eure gekaufte Musik sollte weiterhin in eurem Google-Account verfügbar sein.
Tipp für Power-User: Kombiniert lokale Musik mit Streaming-Diensten. Tools wie Plexamp (für Plex-Server) oder Jellyfin ermöglichen es, eure eigene Musiksammlung zu streamen und mit Online-Diensten zu ergänzen.
Die Musiklandschaft hat sich seit dem Ende von Google Play Music stark weiterentwickelt. YouTube Music ist der natürliche Nachfolger, aber die Vielfalt an Desktop-Apps und Streaming-Optionen war noch nie größer. Probiert verschiedene Lösungen aus und findet die, die am besten zu eurem Hörverhalten passt.
Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026