Lädt ihr am Mac über den Safari-Browser eine Datei aus dem Internet, bricht den Download aber über das Stopp-Symbol im Browser ab, räumt Safari nicht selbst auf. Die bereits geladenen Teile der Datei verbleiben im Downloads-Ordner und sammeln sich über die Zeit an. Das Problem betrifft übrigens nicht nur Safari – auch andere Browser wie Chrome, Firefox oder Edge hinterlassen solche Download-Fragmente auf dem Mac.
Da muss man also selbst aufräumen. Zum Glück sind solche halbfertigen Dateien leicht zu erkennen. Moderne macOS-Versionen bis Sequoia haben hier zwar einige Verbesserungen gebracht, aber das Grundproblem besteht weiter. Wir sehen uns an, wie sich hier in wenigen Schritten aufräumen lässt:
- Zunächst ein neues Finder-Fenster öffnen.
- Jetzt in der Leiste links auf Downloads klicken. Ist der Eintrag dort nicht zu sehen, kann auch oben auf Gehe zu geklickt werden.
- Sobald der Inhalt des Downloads-Ordners sichtbar ist, folgen im Menü Klicks auf Darstellung, Als Liste. Alternativ kann die Ansicht auch über die Tastatur durch Drücken von [command]+[2] umgestellt werden.
- Nun lässt sich die Liste nach Dateitypen sortieren – so spürt man schnell solche Dateien auf, die als zweite Endung noch .download tragen.
- Zum Schluss werden alle nicht mehr benötigten abgebrochenen Downloads bei gedrückter [command]-Taste markiert und anschließend gelöscht.
Automatische Lösung mit Terminal
Für Power-User gibt es einen eleganteren Weg über das Terminal. Öffnet die Terminal-App und gebt folgenden Befehl ein:
find ~/Downloads -name "*.download" -delete
Dieser Befehl findet alle Dateien mit der Endung .download im Downloads-Ordner und löscht sie automatisch. Vorsicht: Der Löschvorgang lässt sich nicht rückgängig machen.
Downloads automatisch verwalten
Seit macOS Monterey könnt ihr Safari so einstellen, dass Downloads automatisch nach einem bestimmten Zeitraum gelöscht werden. Geht dazu in Safari zu Einstellungen > Allgemein und wählt bei „Dateien nach dem Laden entfernen“ eine Option aus. Zur Auswahl stehen „Nach einem Tag“, „Bei Beenden von Safari“ oder „Manuell“.
Eine weitere nützliche Einstellung findet sich in den Systemeinstellungen unter „Speicher“. Dort könnt ihr „Papierkorb automatisch leeren“ aktivieren – dann werden Dateien nach 30 Tagen automatisch endgültig gelöscht.
Browser-spezifische Unterschiede
Jeder Browser geht etwas anders mit abgebrochenen Downloads um:
- Safari: Hinterlässt .download-Dateien
- Chrome: Erstellt .crdownload-Dateien
- Firefox: Nutzt .part-Endungen
- Edge: Verwendet ebenfalls .crdownload wie Chrome
Ihr könnt also den Terminal-Befehl entsprechend anpassen:
find ~/Downloads -name "*.crdownload" -o -name "*.part" -o -name "*.download" -delete
Speicherplatz zurückgewinnen
Besonders bei großen Dateien wie Videos, Software-Updates oder Disk Images können sich schnell mehrere Gigabyte an Download-Fragmenten ansammeln. Ein regelmäßiger Check lohnt sich daher.
Tipp: Aktiviert in der Finder-Listenansicht die Spalte „Größe“, um zu sehen, welche abgebrochenen Downloads am meisten Platz verschwenden. Sortiert nach Größe, um die größten Speicherfresser zuerst zu eliminieren.
Präventive Maßnahmen
Um das Problem von vornherein zu reduzieren, könnt ihr folgende Gewohnheiten entwickeln:
- Downloads nur bei stabiler Internetverbindung starten
- Bei großen Dateien Download-Manager wie Folx oder Progressive Downloader verwenden
- Regelmäßig (etwa monatlich) den Downloads-Ordner aufräumen
- Alternative Download-Ordner für verschiedene Dateitypen einrichten
So bleibt euer Mac-Speicher sauber und ihr verliert nicht den Überblick über eure Downloads.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

