Videos ganz einfach als eigenes, frei platierbares Fenster (Picture in picture) auf dem Desktop laufen lassen? Auf dem Smartphone kennt man das bereits. Jetzt ist das in Google Chrome auch auf dem Desktop mühelos möglich.

Wer viel am Computer arbeitet und nebenbei beispielsweise ein Video von YouTube laufen lassen will, musste bisher im Chrome-Browser für das Video einen eigenen Tab offen haben. Jetzt ist das nicht mehr nötig: Mit dem Update auf Google Chrome 70 bringt der Browser eine nützliche “Bild-in-Bild”-Funktion (engl. “Picture-in-Picture”, kurz: PiP) mit.

 

Der Bild-in-Bild Modus lässt sich ganz leicht aktivieren. Dazu einfach auf das gewünschte Video zwei Mal mit der rechten Maustaste klicken und aus dem Menü den Punkt Bild-in-Bild auswählen.

Das Video löst sich nun wie von Zauberhand aus der Webseite und liegt als eigenes kleines Fenster auf dem Bildschirm. Das Tab mit der Webseite, von dem das Video wiedergegeben wird, darf zwar weiterhin nicht einfach geschlossen werden, kann aber einfach minimiert werden, damit es nicht stört.

Das Bild-in-Bild Video kann über einen Klick auf die rechte untere Ecke in der Größe angepasst werden. Außerdem lässt sich das Video jederzeit pausieren und fortsetzen und an eine andere Stelle verschieben. Was bisher leider nicht geht: innerhalb des Videos vor- und zurückspulen. Um das Video wieder in das Tab einzufügen, reicht ein Klick auf das X in der rechten oberen Ecke.

Bild-in-Bild ist vielseitig, kann allerdings noch dazulernen

Dass Google eine Bild-in-Bild Funktion in seinen Chrome Browser einbaut, war längst überflüssig. Apples Safari Browser beispielsweise, bietet dieses Feature schon seit längerem an. Außerdem gab es bereits kleine Erweiterungen für Chrome, die den PiP-Modus ermöglichten. Diese weiten die Funktion sogar auf Plattformen wie Netflix, Twitch oder Vimeo aus.