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Wurde ich schon gehackt? Findet es heraus!

11.01.2019 | Von Jörg Schieb

Internet

Bin auch ich schon mal gehackt worden? Diese Frage stellen sich jetzt viele – aus gutem Grund. Einfach zu beantworten ist sie nicht. Aber zumindest kann man herausfinden, ob die eigenen Zugangsdaten, Passwörter oder andere Daten schon mal bei einer größeren Aktion „abgegriffen“ wurden. Es gibt nämlich Datenbanken, in denne sich das nachschlagen lässt. Jetzt auch mit deutscher Benutzeroberfläche.

Der aktuelle Datenleak, die Veröffentlichung von privaten Handynummern, Bankverbindungen und Mailaccounts von Promis und Politikern, hat zweifellos auch sein Gutes: Endlich wird mal auf breiter Front über Datensicherheit diskutiert.

Zumindest für eine Weile. Die Menschen fragen sich: Könnte ich auch betroffen sein? Was muss ich unternehmen, um mich zu schützen? Und in Fernseh-Talkshows wird darüber gestritten, ob nun der Staat für die Sicherheit zuständig ist oder der einzelne Bürger.

Natürlich beide. Außerdem die Onlinedienste, die das Menschenmögliche tun müssen, um die Daten der Nutzer zu schützen – es aber gerne auch schon mal sein lassen.

Wurde ich schon geknackt?

Einen Onlinedienst, auf den ich in diesem Zusammenhang immer gerne verweise, ist Have I been Pawned. Denn hier kann man erfahren, ob in zurückliegenden, meist umfangreichen Hack-Aktionen der Vergangenheit die eigene Mail-Adresse – meist in Kombination mit dem eigenen Passwort oder dem eigenen Namen – in die Hände von Hackern gelangt ist. Weil die erbeuteten Daten meist früher oder später im Netz landen, stehen sie mehr oder weniger jedem zur Verfügung.

Bislang war das Angebot nur in englischer Sprache. Jetzt gibt es eine deutsche Übersetzung: Ein deutschsprachiges Formular, das genauso funktioniert wie das Original. Einfach die eigene Mail-Adresse eingeben – und schon erscheinen Angaben darüber, ob die eigene Mail-Adresse bereits in den Datenbanken der Hacker auftaucht. Mir deutschsprachigen Erläuterungen, bei welchen Hacks die eigenen Daten ggf. in die Hände von Hackern gelangt sind.

Wurde ich schonb mal gehackt? Hier kann man es – in Deutsch! – nachschauen

Auch Passwort auf Herz und Nieren prüfen

Ein prima Service. Die Betreiber haben alles übersetzt und so für viele verständlicher gemacht. Unbedingt auch mal den Passwort-Check ausprobieren. Hier kann man testen, ob ein Passwort, das man sich ausgedacht hat, besonders originell ist.

Man sieht gleich, ob und wie häufig dieses Passwort bereits von Hackern erbeutet wurde. Falls dem so ist, sollte man das Passwort auch nicht benutzen, da bereits bekannte Passwörter leichter geknackt werden. Sie stehen praktisch in einem „Wörterbuch“ und werden ausprobiert.

Wichtig zu wissen: Wird die eingetippte Mail-Adresse in den Datenbanken nicht gefunden, ist das ein gutes Zeichen. Aber es bedeutet leider nicht, dass man noch nie Opfer wurde. Lediglich, dass die Mail-Adresse nicht in den zahlreichen bekannten Fällen dabei war. Immerhin.

Insgesamt eine tolle Sache, dass die beiden Prüfprozesse nun auch in deutscher Sprache vorliegen. Danke an alle, die sich die Mühe gemacht haben!

Mein Tipp: Das eBook Das sichere Login lesen. Hier steht, wie man seine Onlinekonten absichert.




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