Wenn Sie ein NAS nutzen, dann werden Sie viele der Standard-Tätigkeiten über das Administrations-Konto des Laufwerkes vornehmen. Nur die tatsächliche Nutzung haben Sie an andere Konten ausgelagert. Wenn dann noch das NAS vom Internet aus erreichbar ist (damit Sie von unterwegs an Ihre Dateien kommen), dann ist die folgende Situation der Super-GAU: Sie wollen sich über den Webbrowser an der Administrationsoberfläche anmelden, und plötzlich bekommen Sie auf dem Bildschirm eine Meldung, dass das Konto abgelaufen sei. Wenn Sie jetzt an Hijacking oder einen Virus denken, dann beruhigen Sie sich erst einmal: Oft ist die Ursache viel einfacher!

Die schnelle Kontrolle: Nehmen Sie sich Ihr Tablet oder Ihr Smartphone und melden Sie sich damit am NAS an: Funktioniert dies, dann ist es nicht das Konto oder das Kennwort, das kompromittiert wurde. Der Verursacher ist in den meisten Fällen die Antivirensoftware, die eine vermeintliche gefährliche Verbindung erkennt und diese zu „Ihrem eigenen Schutz“ blockiert.

Kontrollieren Sie den Meldungsbereich  Ihrer Antivirensoftware. In einem solchen Fall werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl an Meldungen wie die unten vorfinden:

Klicken Sie dann auf die Meldung und dann auf den Button, der die geblockte Verbindung als Ausnahme bzw. zulässige Verbindung markieren lässt. Je nach NAS ist dieser mit Add Exception, Ausnahme hinzufügen oder Verbindung bestätigen betitelt. Besonders Bitdefender als Antivirensoftware ist hier oft der Übeltäter.

Trotzdem: Schauen Sie sich auch den Grund an, warum die Verbindung blockiert wurde: im obigen Fall war die Ursache, dass Benutzername und Kennwort im Klartext (und nicht durch SSL verschlüsselt) übertragen wurden und somit leicht abgreifbar gewesen wären. Das können Sie in Ihrem NAS schnell ändern und die Verbindung damit sicherer machen.