Komplexe Sachverhalte durch einfache Erklärungen anschaulich machen? Das ist eine echte Herausforderung. Schaubilder helfen dabei sehr. Noch besser sind anschauliche Videos. Mit den heute verfügbaren KI-gestützten Tools ist es längst kein Problem mehr, ohne viel Aufwand professionelle Erklärvideos selbst zu erstellen.
Durch YouTube, TikTok und andere Plattformen sind wir es heute gewohnt, uns in und durch Videos informieren zu lassen. Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer – wer nicht in den ersten Sekunden überzeugt, hat verloren.
Wer in seinem Blog, auf seiner Webseite oder einem Social-Media-Kanal einen Sachverhalt, die eigene Dienstleistung oder den Vorteil eines eigenen Produkts vermitteln möchte, greift deswegen heute gerne zum Video. Denn viele User lesen sich keine langen Texte durch – oder geben auf, wenn die Lektüre zu „mühsam“ wird.
Das gilt insbesondere dann, wenn die Erklärungen länger sind oder Mitdenken erforderlich ist. Videos hingegen werden auch auf mobilen Geräten gerne konsumiert, selbst unterwegs oder in kurzen Pausen.

Ein Video sagt mehr …
Fast jeder schaut heute Videos. Alle sind daran gewöhnt, aufmerksam den bewegten Bildern zu folgen. Die durchschnittliche Verweildauer bei Videos ist deutlich höher als bei reinen Texten.
Es ist ein Leichtes, die Inhalte aufzunehmen, weil ein Video mehr Sinne anspricht als reiner Text oder ein Foto. Mithilfe von Ton, Bild und Bewegung lassen sich Produkte, Dienstleistungen und andere komplexe Sachverhalte relativ einfach erklären.
An vielen Bildungseinrichtungen finden Lernvideos aufgrund der genannten Vorteile bereits Anwendung, um es den Studenten zu ermöglichen selbstgesteuert zu studieren, wie das Beispiel der Universität Bremen zeigt. Auch in Unternehmen haben sich Erklärvideos für Schulungen und interne Kommunikation durchgesetzt.
KI macht Videoproduktion kinderleicht
Mit etwas Talent und Übung kann praktisch jeder seine eigenen Erklärvideos erstellen. Video-Experte muss man dafür nicht sein, denn es gibt heute eine große Auswahl an KI-gestützten Tools, die einem bei der Erstellung von Erklärvideos behilflich sind.
Die neueste Generation von Tools nutzt künstliche Intelligenz, um aus einfachen Texteingaben automatisch komplette Videos zu generieren. Tools wie Synthesia, Pictory oder Invideo haben die Videoproduktion revolutioniert. Gegenüber professionellen Produkten sind die Kosten überschaubar. In der Regel sind für viele Software-Tools Beträge zwischen 15 und 80 Euro monatlich fällig.
Besonders interessant sind KI-Avatare, die als virtuelle Sprecher fungieren. Diese digitalen Personen können in verschiedenen Sprachen sprechen und wirken dabei erstaunlich natürlich. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch die Kosten für professionelle Sprecher.
Die besten Tools für Erklärvideo-Einsteiger
Für Anfänger eignen sich besonders gut:
- Canva Video: Der Design-Riese hat sein Angebot um KI-gestützte Videofunktionen erweitert. Einfache Bedienung, viele Vorlagen.
- Loom: Perfekt für Screen-Recordings und einfache Erklärvideos. Besonders bei Software-Tutorials beliebt.
- Synthesia: KI-Avatare sprechen euren Text – in über 130 Sprachen.
- Pictory: Wandelt Blogartikel automatisch in Videos um.
- Animaker: Auch für Anfänger geeignet, mit vielen Animationsoptionen.
Viele dieser Tools bieten kostenlose Testversionen an. So könnt ihr erst einmal ausprobieren, welches am besten zu euren Bedürfnissen passt.
Grundsätzliches für die Erstellung eines Erklärvideos
Bevor es mit der Erstellung des Videos losgeht, ist zunächst ein Konzept erforderlich. Die Zuschauer klicken langweilige oder schlechte Videos einfach weg. Das gilt es zu vermeiden. Als Erstes ist es wichtig einen guten Sprechertext zu entwickeln, also alles, was der Sprecher am Ende sagen wird. Das ist meist etwas zeitaufwendiger, weil der Text das Fundament für das Erklärvideo bildet. Je besser der Text desto wirksamer wird am Ende das Video.
- Geschichten erzählen baut Brücken von der Lebenswirklichkeit des Zuschauers zu den komplexen Themen in den Videos. Sie helfen dabei, die Hürden zu senken und Zuschauer dazu zu animieren, sich mit theoretischen Themen auseinanderzusetzen. Eine Geschichte braucht immer einen Spannungsbogen, der dafür sorgt, dass der Zuschauer dranbleibt, wie bei einem Film. Storytelling ist wichtig, nicht nur in Unternehmen, sondern auch in der Politik, und in der Kommunikation mit den Mitmenschen. Wer anschauliche Geschichten erzählen kann, dem hört jeder gerne zu.
- Jede Geschichte braucht einen Helden. Diese Hauptperson verfügt über denselben Wissensstand wie der Zuschauer und holt ihn da ab, wo er steht. In Zeiten kurzer Aufmerksamkeitsspannen muss dieser Hook in den ersten 3-5 Sekunden sitzen.
- Klare und aktive Formulierungen halten die Zuschauer bei der Stange. Das heißt: kurze Sätze, wenige Fremdwörter. Pro Satz sollte nicht mehr als ein Gedanke formuliert sein. Bei den Formulierungen gilt es auf einen aktiven Stil zu achten. Das heißt, anstelle von vielen Substantiven oder Passiv-Konstruktionen sind Formulierungen mit Verben deutlich ansprechender.
- Die optimale Länge für Erklärvideos liegt bei 60-90 Sekunden. Alles darüber hinaus führt zu deutlich höheren Abbruchquoten.
Technische Tipps für bessere Videos
Einige technische Aspekte solltet ihr nicht vernachlässigen:
Audio ist wichtiger als Video: Schlechter Ton wird eher verziehen als verwackelte Bilder. Investiert in ein ordentliches Mikrofon oder nutzt die KI-Sprachgenerierung der modernen Tools.
Untertitel sind Pflicht: Viele schauen Videos stumm. Automatische Untertitel lassen sich heute mit KI sehr gut generieren und verbessern die Barrierefreiheit.
Mobile First: Über 70% aller Videos werden auf Smartphones geschaut. Achtet darauf, dass Text und Grafiken auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar sind.
Thumbnail entscheidet: Das Vorschaubild entscheidet oft über Klick oder nicht. Nutzt kontrastreiche Farben, große Schrift und ausdrucksstarke Gesichter.
Mit den heutigen KI-Tools könnt ihr innerhalb von 30 Minuten ein professionell wirkendes Erklärvideo erstellen – ohne Vorkenntnisse und ohne großes Budget. Probiert es einfach aus!
Zuletzt aktualisiert am 04.03.2026