Ihr Passwort ist ohne Frage der Kern Ihrer Sicherheitsstrategie. Ohne dieses – und im besten Fall verwenden Sie noch einen zweiten Faktor wie einen wechselnden Zahlencode – sind Sie Angriffen ausgesetzt. Hat ein Angreifer die Zugangsdaten, dann kann er mit Ihrem Konto machen, was er will. Vorbeugend sollten Sie es dann auch in regelmäßigen Abständen ändern. Das kann bei Facebook aber ungewollte Nebeneffekte haben!

Facebook ist ja nicht nur soziales Netzwerk, sondern auch ein Anmeldedienst. Eine zunehmende Zahl von Webseiten nutzt das Anmelden per Facebook mittlerweile als Anmeldemethode. Statt ein eigenes Konto anlegen zu müssen, können Sie sich mit Ihrem Facebook-Konto anmelden. Die Webseite ruft dazu Facebook auf, Sie melden sich bei Facebook an und Facebook meldet dann einige Informationen (Wie Name und E-Mail-Adresse) und die erfolgreiche Anmeldung an die Webseite zurück. Der Vorteil: Ihre Anmeldedaten bleiben auf der Facebook-Seite und Sie müssen sich nur ein Kennwort merken.

Ändern Sie das Kennwort, dann weiß Facebook das. Die Webseiten, die sich mit Facebook anmelden, ebenfalls. Ihre ganzen Apps aber, die auf das Facebook-Konto zugreifen, die eben nicht. Je mehr Geräte Sie einsetzen, desto mehr Anmeldungen registriert Facebook mit dem falschen Kennwort. Das wird schnell als Hacking-Versuch erkannt. Facebook denkt, dass ein Fremder sich an Ihrem Konto anmelden will und Passwörter durchprobiert und sperrt schnell Ihr Konto. Der Verwaltungsaufwand, dieses wieder frei zu bekommen, ist nicht unerheblich. 

Die Lösung: Nach einem Passwortwechsel kontrollieren Sie alle Geräte (Smartphones wie Notebooks, Tablets und Desktops) und ändern Sie dort das Kennwort ebenfalls. Damit minimieren Sie die Zahl der Fehlversuche und damit die Kontosperre.