Wer sich nicht nur im Web mit Inhalten versorgt, stolpet früher oder später sehr wahrscheinlich auch über Torrent Filesharing. Darüber lassen sich auch große Datenmengen extrem schnell und effektiv verteilen – und auf dem eigenen Rechner laden.

Torrent Filesharing ist eigentlich eine tolle Sache. Es ist einfach zu nutzen. Das Praktische: Wer Dateien verteilen möchte, kann auf einen zentralen Download-Server verzichten. Denn Torrent Filesharing beruht auf dem Peer-to-Peer (P2P) Prinzip. Die Download-Last wird somit auf alle teilnehmenden Computer verteilt. So ist zumindest das Grundprinzip.

Mit dem Aufkommen des Breitband-Internet in den letzten Jahren wurden Torrents bzw. P2P Filesharing sehr populär, da sich so schnell große Datenmengen hoch- bzw. herunterladen lassen. Parallel zur Popularität kam es allerdings auch zunehmend in Verruf, weil auf diese Art und Weise auch in großem Maße urheberrechtlich geschützte Musik, Filme und Software verteilt wurden und werden.

Urheberrechtlich geschützte Inhalte unerlaubt zu verteilen ist eindeutig illegal. Viele Rechteinhaber ahnden daher aktiv und oft auch erfolgreich Missbrauch. Schlüssel für die erfolgreiche Strafverfolgung ist meist die IP-Adresse der Nutzer, die ein Torrent-Netzwerk verwenden, um Dateien auszutauschen. Wer bei Urheberrechtsverletzungen erwischt wird, dem drohen – zu Recht! – kostspielige Abmahnungen oder gar Strafverfahren.

Ruf der Torrents dauerhaft geschädigt

Illegales Filesharing und die möglichen juristischen Folgen haben den Ruf von Torrent-Filesharing nachhaltig beschädigt, manche sagen sogar zerstört. Das hält viele davon ab, Torrents zu nutzen. Einfach aus der Sorge heraus, im Bittorent-Netzwerl versehentlich etwas Illegales zu tun. Dabei ist es nicht verboten oder illegal, ein Torrent-Netzwerl zu nutzen. Es ist lediglich illegal, urheberrechtlich geschützter Werke zu verteilen.

Deshalb hier vier Aspekte, auf die man bei der Nutzung von Torrent-Filesharing unbedingt achten sollte:

Tipp 1: Keine illegalen Dateien herunterladen

Der erste Tipp ist eine ganz einfache Sache: Lass die Finger von illegalen Inhalten.

Aber woran erkennt man die? Der gesunde Menschenverstand kann dabei durchaus hilfreich sein. So ist ein zum Download angebotener Kinofilm, der erst kürzlich im Kino gelaufen ist oder sogar immer noch dort zu sehen ist, ganz sicher ein urheberrechtsverletzender illegaler Download. Eigentlich alle Filme sind urheberrechtlich geschützt.

Auch Software, die im Laden viel Geld kostet und als Torrent zum „kostenlosen“ Download verfügbar sein soll, ist mit Sicherheit nicht legal. Auch davon unbedingt die Finger lassen. Dasselbe gilt für Musik, eBooks und andere Inhalte.

Tipp 2: Torrents nur von vertrauenswürdigen Webseiten herunterladen

Selbstverständlich sollte man für den Download von Torrents nur vertrauenswürdige Webseiten nutzen und nicht etwa irgendwelche schnell mal gegoogelten, zwielichtigen Webseiten.

Zwar muss man auch hier darauf achten, dass man die Finger von urheberrechtlich geschützten Dateien lässt. Aber der Hintergrund ist dann doch ein anderer. Denn auf zwielichtigen Seiten ist das Risiko deutlich höher, dass man sich mit dem Download Malware und Viren einfängt.

Tipp 3: Ein VPN Nutzen

Auch wenn man lediglich legale Dateien via Torrent herunterlädt oder verteilt und somit rechtlich gesehen nichts falsch macht, kann der ein oder andere doch das Bedürfnis haben, anonym zu bleiben.

Mittel der Wahl um dies zu erreichen ist in der Regel die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerkes (VPN) wie zum Beispiel ExpressVPN. Dank End-to-End Verschlüsselung und die Nutzung eines VPN Proxys kann man so maximale Anonymität erreichen. In einem VPN verschleiert man seine IP-Adresse – und das völlig legal.

Tipp 4: Einen guten Torrent Client nutzen

Natürlich solltest Du auch einen guten und praktischen Torrent Client nutzen. Der muss auch vernünftig konfiguriert werden. Oftmals lässt sich auch so schon ein gewissen Maß an Anonymität erreichen. So lässt sich auch schon im Client der Datenverkehr verschlüsseln. Zudem lässt sich auch hier schon ein Proxy angeben, der helfen kann, Deine IP-Adresse zu verschleiern.

Beachtet man diese vier Tipps, erspart man sich der Regel schon eine Menge Ärger mit Anwälten oder gar Malware.