Daten verschlüsseln mit NordLocker: 3 GB gratis Cloud-Tresor

von | 21.01.2020 | Software

Die eigenen Daten absichern: Das wird immer wichtiger. Denn Notebooks könnten geklaut werden, Hacker können in PCs eindringen – und es greifen Unbefugte auf gesicherte Daten zu. Erst Recht in der Cloud. Wenn die Daten nicht verschlüsselt sind, haben die Angreifer leichtes Spiel. Doch es lässt sich etwas dagegen unternehmen.

Daten verschlüsseln – das ist wichtig. Damit Unbefugte keinen Zugriff auf sensible oder private Daten haben. Wer seine komplette Festplatte verschlüsselt, wie es Windows BitLocker oder MacOS FileVault anbieten, macht es schon mal richtig. Dann lassen sich die gespeicherten Daten zumindest nicht „einfach so“ auslesen, etwa wenn die Festplatte ausgebaut und ausgelesen werden soll. Nur mit den passenden Zugangsdaten gibt die Festplatte die Daten frei.

Doch manchmal wünscht man sich eine Art Datentresor. Nur bestimmte Daten sollen gut weggeschlossen werden – solide abgesichert mit einem Schlüssel. Es gibt verschiedene Lösungen, die genau so etwas anbieten. Verschlüsseln on the fly – indem die abzusichernden Dateien in einem speziellen Ordner landen. Schiebt man sie dort hinein, werden sie verschlüsselt und lassen sich nur mit Schlüssel und Zugangsdaten öffnen.

NordLocker verschlüsselt auch Daten auf Cloud-Laufwerken

Das ist eine gute Sache. Einfach und praktisch – und ziemlich sicher. Besonders nützlich ist so eine Lösung, wenn sich der Ordner mit den verschlüsselten Dokumenten in der Cloud befindet, etwa auf Dropbox, OneDrive, Google Drive, iCloud oder wo auch immer. Dann landen die Dokumente in der Cloud – und sind trotzdem sicher, da sie von der Verschlüsselungs-Lösung vollkommen automatisch ver- und entschlüsselt werden. Ohne dass man es groß bemerkt.

Eine solche Lösung ist NordLocker. Es gibt Software für Windows, Mac, iOS und Android. Einfach laden, installieren und ein Konto einrichten. Wichtig: Den generierten Schlüssel unbedingt an einem sicheren Ort verwahren. Denn wer den Schlüssel und sein Passwort verliert oder verlegt, hat keine Chance mehr, an die gespeicherten Daten zu kommen. Das ist der Preis, den man für mehr Datensicherheit bezahlt. Ich empfehle daher, den Schlüssel sofort auszudrucken und ohne weitere Notiz an einem geheimen, aber sicheren Ort zu verwahren.

Die Handhabung der NordLocker-Software ist einfach. Bei der Installation legt man den Ordner fest, der für NordLocker die Basis ist. Diesen Ordner kann man auch auf einem Cloud-Drive anlegen, dann landet der Ordner samt Daten automatisch in der Cloud (und wird automatisch synchronisiert). Wer Dokumente oder sogar komplette Ordner in den NordLocker-Ordner zieht, sorgt dafür, dass sie automatisch verschlüsselt werden. Zugriff darauf ist nur möglich, wenn NordLocker gestartet und die nötigen Credentials eingegeben wurden.

3 GB sind kostenlos – mit erweiterten Features

Natürlich lässt sich NordLocker auch auf mehreren Geräten installieren, um auf allen im Einsatz befindlichen Geräten auf seinen verschlüsselten Ordner zugreifen zu können. Das funktioniert nahtlos zwischen Desktop-PCs, Laptops und mobilen Geräten.

Die ersten 3 GB verschlüsselt die praktische Software kostenlos. Das reicht für wichtige Dokumente, Passwort-Dateien oder kleinere Foto-Sammlungen völlig aus. Wer auf den Geschmack kommt und mehr verschlüsseln will, kann zur kostenpflichtigen Version greifen. Die Plus-Variante bietet 500 GB Speicher und zusätzliche Features wie erweiterte Sharing-Optionen und Priority-Support.

Teilen ohne Kompromisse bei der Sicherheit

Praktisch: Bei Bedarf lassen sich Dokumente im NordLocker-Ordner auch teilen. Entweder mit Nutzern, die ebenfalls NordLocker verwenden – dann bleibt alles verschlüsselt. Oder indem einzelne Dokumente so herausgegeben werden, dass sie für den Empfänger entschlüsselt zu laden sind. Die Software bietet eine Menge Möglichkeiten, um gespeicherte Dokumente und Daten komfortabel zu verwalten.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, temporäre Links zu erstellen. Diese verfallen nach einer bestimmten Zeit automatisch – perfekt für sensible Dokumente, die nur kurzzeitig geteilt werden sollen. So behält man die Kontrolle über seine Daten, auch wenn sie bereits verschickt wurden.

Zero-Knowledge-Prinzip schützt vor Zugriff

Ein wichtiger Aspekt: NordLocker arbeitet nach dem Zero-Knowledge-Prinzip. Das bedeutet, dass selbst die Anbieter keinen Zugriff auf eure verschlüsselten Daten haben. Alle Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsprozesse finden lokal auf euren Geräten statt. Selbst wenn jemand die Server von NordLocker hacken würde, wären eure Daten weiterhin sicher.

Für Technik-Nerds: NordLocker basiert auf bewährten Open-Source-Technologien und setzt auf moderne Verschlüsselungsstandards. Zum Einsatz kommen Argon2 für die Schlüssel-Ableitung, AES-256 für die symmetrische Verschlüsselung und elliptische Kurven-Kryptografie (ECC) mit XChaCha20, EdDSA und Poly1305 für zusätzliche Sicherheit.

Alternative zu komplexeren Lösungen

Während es durchaus auch andere Verschlüsselungs-Tools wie VeraCrypt oder AxCrypt gibt, punktet NordLocker mit seiner Benutzerfreundlichkeit. Man muss keine Container-Dateien erstellen oder komplizierte Einstellungen vornehmen. Einfach Dateien in den Locker-Ordner ziehen – fertig.

Die nahtlose Integration in bestehende Cloud-Services macht NordLocker zu einer praktischen Lösung für alle, die ihre Daten sowohl lokal als auch in der Cloud sicher speichern wollen. Gerade in Zeiten von Homeoffice und verteiltem Arbeiten ist das ein echter Vorteil.

Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026