Die eigenen Daten absichern: Das wird immer wichtiger. Denn Notebooks könnten geklaut werden, Hacker können in PCs eindringen – und es greifen Unbefugte auf gesicherte Daten zu. Erst Recht in der Cloud. Wenn die Daten nicht verschlüsselt sind, haben die Angreifer leichtes Spiel. Doch es lässt sich etwas dagegen unternehmen.

Daten verschlüsseln – das ist wichtig. Damit Unbefugte keinen Zugriff auf sensible oder privte Daten haben. Wer seine komplette Festplatte verschlüsselt, wie es Windows oder MacOS anbieten, macht es schon mal richtig. Dann lassen sich die gespeicherten Daten zumindest nicht “einfach so” auslesen, etwa. wenn die Festplatte ausgebaut und ausgelesen werden soll. Nur mit den passenden Zugangsdaten gibt die Festplatte die Daten frei.

Doch manchmal wünscht man sich eine Art Datentresor. Nur bestimmte Daten sollen gut weggeschlossen werden – solide abgesichert mit einem Schlüssel. Es  gibt verschiedene Lösungen, die genau so etwas anbieten. Verschlüsseln on the fly – indem die abzusichernden Dateien in einem speziellen Ordner landen. Schiebt man sie dort hinein, werden sie verschlüsselt und lasssen sich nur mit Schlüssel und Zugangsdaten öffnen.

NordLocker verschlüsselt auch Daten auf Cloud-Laufwerken

Das ist eine gute Sache. Einfach und pratkisch – und ziemlich sicher. Besonders nützlich ist so eine Lösung, wenn sich der Ordner mit den verschlüsselten Dokumenten in der Cloud befindet, etwa auf Dropbox, OneDrive, Google Driver oder wo auch immer. Dann dann landen die Dokumente in der Cloud – und sind trotzdem sicher, da sie von der Verschlüsselungs-Lösung vollkommen automatisch ver- und entschlüsselt werden. Ohne dass man es groß bemerkt.

Eine solche Lösung ist NordLocker. Es gibt Software für Windows und Mac. Einfach laden, installieren und ein Konto einrichten. Wichtig: Den generierten Schlüssel unbedingt an einem sicheren Ort verwahren. Denn wer den Schlüssel und sein Passwort verliert oder verlegt, hat keine Chance mehr, an die gespeicherten Daten zu kommen. Das ist der Preis, den man für mehr Datensicherheit bezahlt. Ich empfehle daher, den Schlüssel sofort auszudrucken und ohne weitere Notiz an einem geheimen, aber sicheren Ort zu verwahrten.

Die Handhabung der NordLocker-Software ist einfach. Bei der Installation legt man den Ordner fest, der für NordLocker die Basis ist. Diesen Ordner kann man auch auf einem Cloud-Drive anlegen, dann landet der Ordner samt Daten automatisch in der Cloud (und wird automatisch synchronisiert). Wer Dokumente oder sogar komplette Ordner in den NordLocker-Ordner zieht, sorgt dafür, das sie automatisch verschlüsselt werden. Zugriff darauf ist nur möglich, wenn NordLocker gestartet und die nötigen Credentials eingegeben wurden.

5 GB sind kostenlos

Natürlich lässt sich NordLocker auch auf mehreren Geräten installieren, um auf allen im Einsatz befindlichen Geräten auf seinen verschlüsselten Ordner zugreifen zu können.

Die ersten 5 GB verschlüsselt die praktische Software kostenlos. Wer auf den Geschmack kommt und mehr verschlüsseln will, muss dann zur kostenpflichtigen Version greifen.

Praktisch: Bei Bedarf lassen sich Dokumente im NordLocker-Ordner auch teilen. Entweder mit Nutzern, die ebenfalls NordLocker verwenden — dann alles verschlüsselt. Oder indem einzelne Dokumente so herausgegeben werden. Für den Empfänger dann entschlüsselt zu laden. Die Software bietet eine Menge Möglichkeiten, um gespeicherte Dokumente und Daten komfortabel zu verwalten.

Für Technik-Nerd: NordLocker basiert auf GoCryptFS. Ein eigenes Dateisystem, das auf komplette Verschlüsselung setzt – und bei Bedarf auf Ordner und Daten angewendet wird. Dabei kommen bewährte Verschlüsselungsmechanismen zum Einsatz, etwa Argon2, AES256, ECC (mit XChaCha20, EdDSA and Poly1305.