Wer eine eigene Website betreibt – etwa einen Blog, einen Onlineshop oder einfach ein Webangebot -, der muss heute einen verschlüsselten Zugang anbieten. Anderenfalls warnen moderne Browser Besucher schon mal davor, die Webseite überhaupt aufzurufen. Dafür ist ein SSL-Zerfikat nötig. Nicht alle Hosting-Anbieter machen so etwas komfortabel zugänglich.

Es sind schon ein paar technische Hürden zu meistern, wenn ein Webangebot, ein Blog oder ein Onlineshop online gehen soll. Dazu braucht es nicht nur Webspace und oft auch einiges an Software (und natürlich eine eigene Domain), sondern auch ein SSL-Zertifikat, damit das Webangebot “zertifiziert” ist – Bedingung für eine verschlüsselte Kommunikation über https:// und eine vertrauensvolle Kommunikation.

Die Funktion der SSL-Zertifikate

SSL-Zertifikate haben für eine Website zwei wichtige Funktionen. Sie kümmern sich zum einen um die eindeutige Identifikation. Denn jedem SSL-Zertifikat wird ein eindeutiger Besitzer zugewiesen. So können Besucher erkennen, ob die Website tatsächlich die ist, die sie vorgibt zu sein.

Das Verschlüsseln der übertragenen Daten durch Nutzung des HTTPS-Protokolls ist die andere wichtige Aufgabe von SSL-Zertifikaten. Besonders wichtig bei Onlineshops, da hier vertrauenswürdige und schutzbedürftige Daten eingegeben und übertragen werden.

Aber auch reguläre Websites arbeiten heute oft mit persönlichen Daten, etwa Zugangsdaten und Passwörter. Beispielsweise verwenden Blogs Kommentar-Formulare, manche Websites bieten Anmeldungen zum Newsletter an, Vergleichsportale arbeiten mit einer Flut an persönlichen Informationen. Sie alle übertragen sensible Daten und geben damit Stellen frei, wo diese potenziell ungeschützt sein könnten.

Moderne Websites brauchen ein SSL-Zertifikat

Deshab braucht heute praktisch jedes Webangebot ein SSL-Zertifikat. Nicht zuletzt deswegen, weil moderne Browser zwingend das Vorhandensein eines solchen Zertifikats erwarten.

Daher sollte jede Website ein eigenes SSL-Zertifikat haben.

Wer noch keins hat, sollte sich Zeit nehmen, um Anbieter und Produkte zu vergleichen. Denn verschiedene SSL-Zertifikate und Preise machen es gar nicht so einfach, sich schnell mal für die eine Lösung zu entscheiden. Oft können solche Zertifikate auch ganz bequem über den jeweiligen Hosting-Anbieter bezogen werden.

In einem Einsatzgebiet sind SSL-Zertifikate allerdings eher überflüssig: Statische Websites. Wer zum Beispiel selbst mit HTML und CSS eine Website erstellt, wird in manchen Fällen auf das SSL-Zertifikat verzichten könnten.

SSL-Zertifikate als Bonus für Suchmaschinen

Allerdibgs: Spätestens mit dem Update von Google Chrome in 2018 wurde klar, wie wichtig SSL-Zertifikate sind. Damals stellte der Browser jede Website ohne SSL-Zertifikat mit dem Attribut „Nicht sicher“ dar. Eine klare Ansage an jeden Besucher, der eine Website über den Browser aufruft. Firefox macht es mittlerweile genauso.

Neben modernen Browsern achten heute aber auch Suchmaschinen auf vorhandene Zertifikate. Es ist bekannt, dass Google seit einigen Jahren verschlüsselten Seiten (solche mit HTTPS) einen Ranking-Vorteil gibt. Das ist bei Nischenmärkten vielleicht noch zu vernachlässigen, bei stark umkämpften Themen aber wichtig. Hier spielt jeder kleine Ranking-Vorteil eine Rolle.

Zusammengefasst: Websites brauchen SSL-Zertifikate

Im Jahr 2020 sind SSL-Zertifikate allgegenwärtig und gehören zum Standard. Je nach Zertifikatstyp kann ein Zertifikat für Webseitenbetreiber nicht geringe monatliche Kosten bedeuten. Jedoch wiegen die damit verbundenen Vorteile diese in der Regel wieder auf.

Als Hinweis zum Schluss: SSL-Zertifikate sowie Domains müssen regelmäßig verlängert werden. Dann steht der sicheren Arbeit mit der Website nichts mehr im Wege.