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Edge Passwort-Synchronisation: Kennwörter sicher zwischen Geräten teilen

von | 18.05.2020 | Internet

In der Praxis verwendet ihr meist mehrere Geräte, mit denen ihr auf das Internet zugreift. Damit könnt ihr auch die Anmeldungen an Webseiten und Diensten durchführen. Die meisten Browser haben einen eigenen zugehörigen Dienst (Microsoft das Microsoft-Konto, Google den Google-Account etc.). Darüber könnt ihr die Kennwörter dann synchronisieren. Die bisher gespeicherten Passwörter sind verfügbar und neu hinzugefügte oder veränderte Passwörter werden auf die anderen Geräte übertragen. Die Voraussetzung: Ihr habt auf allen Geräten den selben Browser installiert.

Edge-Synchronisation einrichten

Um die Synchronisation in Edge zu aktivieren, klickt ihr auf das Profil-Symbol oben rechts in Edge und dann auf Anmelden. Gebt die Zugangsdaten eures Microsoft-Kontos ein und bestätigt die Anmeldung. Wenn ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert habt, müsst ihr noch den Zahlencode eingeben oder die Microsoft Authenticator-App verwenden.

Wenn ihr dann auf Einstellungen > Profile > Synchronisierung klickt, könnt ihr ganz fein einrichten, welche Elemente mit der Cloud synchronisiert werden sollen. Darunter eben auch die Passwörter. Seit 2024 habt ihr noch detailliertere Kontrolle über einzelne Kategorien:

  • Kennwörter: Alle gespeicherten Login-Daten
  • Zahlungsinformationen: Kreditkarten und Adressen
  • Persönliche Informationen: Autofill-Daten
  • Favoriten: Lesezeichen und deren Organisation
  • Sammlungen: Eure thematisch organisierten Link-Sammlungen
  • Verlauf: Besuchte Webseiten
  • Einstellungen: Browser-Konfiguration
  • Erweiterungen: Installierte Add-ons (seit Ende 2023)

Passwort-Manager-Integration verstärkt

Microsoft hat den integrierten Passwort-Manager in Edge 2025 deutlich aufgebohrt. Er erkennt jetzt automatisch schwache oder kompromittierte Kennwörter und schlägt sichere Alternativen vor. Die „Kennwort-Gesundheit“-Funktion zeigt euch auf einen Blick, welche Passwörter ihr dringend ändern solltet.

Neu ist auch die Unterstützung für Passkeys nach dem FIDO2-Standard. Diese biometrischen oder hardware-basierten Anmeldungen synchronisiert Edge ebenfalls geräteübergreifend – ein echter Sicherheitsgewinn gegenüber herkömmlichen Passwörtern.

Plattformübergreifend verfügbar

Hier hat Edge im Gegensatz zu seinen Vorgängern einen klaren Vorteil: Er läuft auf allen gängigen Systemen. Windows, macOS, Linux, iOS und Android werden vollständig unterstützt. Die Linux-Version, die lange nur als Preview verfügbar war, ist seit 2023 stabil und erhält regelmäßige Updates.

Besonders praktisch: Auf mobilen Geräten könnt ihr gespeicherte Passwörter auch systemweit für andere Apps nutzen. iOS und Android greifen auf Wunsch auf eure Edge-Kennwörter zu, ohne dass ihr zusätzliche Apps installieren müsst.

Sicherheits-Features und Verschlüsselung

Microsoft verschlüsselt alle synchronisierten Daten Ende-zu-Ende. Selbst Microsoft kann eure Passwörter nicht einsehen. Die Verschlüsselung erfolgt lokal auf euren Geräten, bevor die Daten in die Cloud wandern.

Seit 2024 warnt Edge auch vor kompromittierten Webseiten und Phishing-Versuchen in Echtzeit. Der „Microsoft Defender SmartScreen“ wurde mit KI-Funktionen erweitert und erkennt verdächtige Seiten deutlich zuverlässiger.

Troubleshooting: Wenn die Sync nicht funktioniert

Falls die Synchronisation mal hakt, gibt es ein paar bewährte Lösungsansätze:

  • Prüft eure Internetverbindung – klingt banal, ist aber oft die Ursache
  • Meldet euch ab und wieder an
  • Löscht den Browser-Cache über Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste
  • Deaktiviert die Sync kurz und aktiviert sie wieder

In seltenen Fällen hilft nur das Zurücksetzen der Synchronisation. Dabei gehen allerdings alle Cloud-gespeicherten Daten verloren – macht das nur als letzte Option.

Datenschutz im Blick behalten

Trotz aller Bequemlichkeit solltet ihr bewusst entscheiden, welche Daten ihr synchronisieren wollt. Besonders sensible Kennwörter für Banking oder Arbeit gehören möglicherweise nicht in die Cloud. Für solche Fälle könnt ihr die Synchronisation einzelner Passwörter deaktivieren oder einen lokalen Passwort-Manager nutzen.

Die Kombination aus Bequemlichkeit, Sicherheit und plattformübergreifender Verfügbarkeit macht Edge zu einer soliden Wahl für die Passwort-Synchronisation. Besonders wenn ihr bereits im Microsoft-Ökosystem unterwegs seid, integriert sich alles nahtlos.

Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026

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