WhatsApp hat die SMS als schnelle Nachricht nebenbei schon lange abgelöst. Nach und nach sind noch viele weitere Funktionen hinzugekommen, eines aber ist unverändert geblieben. Text in WhatsApps ist schmucklos. Kein Fettdruck, keine Kursivschrift, kurz: Keine Chance, den Text irgendwie zu betonen. Das stimmt aber nicht ganz, sie müssen sie nur finden. Da können wir natürlich helfen!
WhatsApp bietet mittlerweile fünf verschiedene Formatierungsmöglichkeiten für Text: Fett, kursiv, durchgestrichen, Schreibmaschinenschrift (Monospace) und seit 2024 auch Code-Blöcke für längere Textpassagen. Unterstreichen bleibt weiterhin keine Option, weil dies mit der Darstellung von Links zu Internetseiten kollidieren würde. Diese Formatierungen könnt ihr direkt im Text anwenden, auch wenn dafür nicht immer ein Symbol dargestellt wird.

Die klassischen Formatierungen mit Sonderzeichen
Dazu tippt ihr am Anfang und am Ende des zu formatierenden Bereiches ein spezielles Sonderzeichen für die jeweilige Formatierung ein.
Für Fettdruck ist es ein *****, ihr müsst also
„Dieser Text ist *fett*“
eingeben. Für Kursivschrift nehmt ihr stattdessen den Unterstrich _, für durchgestrichene Passagen die Tilde ~. Neu hinzugekommen ist die Monospace-Formatierung (Schreibmaschinenschrift) mit drei Backticks „` am Anfang und Ende des Textes.
Code-Blöcke für strukturierten Text
Seit Ende 2024 unterstützt WhatsApp auch mehrzeilige Code-Blöcke. Diese erstellt ihr, indem ihr den Text mit drei Backticks in einer separaten Zeile umschließt:
Dieser Text erscheint
als formatierter
Code-Block
Diese Funktion ist besonders praktisch, wenn ihr Code, Listen oder strukturierte Informationen teilen wollt. Der Text behält seine Formatierung und wird in einer speziellen Schriftart dargestellt.
Formatierung über das Kontextmenü
Könnt ihr euch solche unüblichen Zeichen nicht merken? Kein Problem. Nachträglich – also vor dem Absenden der WhatsApp – könnt ihr das bequemer anpassen. Markiert einen Textabschnitt, dann tippt ihr auf die drei Punkte oben rechts und rollt mit dem Finger nach unten in der Liste.

Dort könnt ihr dann Fett, Kursiv, Durchgestrichen und Monospace auswählen. Die Formatierung wird direkt auf den markierten Bereich angewendet. Bei neueren WhatsApp-Versionen (ab Version 2.24.20) erscheint das Formatierungsmenü sogar automatisch als Pop-up, sobald ihr Text markiert.
Kombination verschiedener Formate
Ihr könnt auch verschiedene Formatierungen kombinieren. Wenn ihr beispielsweise Text gleichzeitig fett und kursiv haben wollt, schreibt ihr:
Fett und kursiv
Dabei ist die Reihenfolge der Zeichen wichtig – sie müssen in umgekehrter Reihenfolge wieder geschlossen werden.
Formatierung in WhatsApp Business und Web
Die Formatierungsoptionen funktionieren übrigens auch in WhatsApp Business und WhatsApp Web identisch. Dort habt ihr zusätzlich den Vorteil, dass ihr die gewohnten Tastenkürzel vom Computer nutzen könnt: Strg+B für Fett, Strg+I für Kursiv.
Tipps für die Praxis
Achtet darauf, dass zwischen den Formatierungszeichen und dem Text keine Leerzeichen stehen – sonst funktioniert die Formatierung nicht. Außerdem könnt ihr die Formatierung nur innerhalb einer Nachricht anwenden, nicht über mehrere Nachrichten hinweg.
Besonders praktisch ist die Formatierung in Gruppenchats, um wichtige Informationen hervorzuheben oder bei der Arbeitskommunikation Struktur in längere Nachrichten zu bringen. Mit den erweiterten Formatierungsoptionen wird WhatsApp zunehmend auch für professionelle Kommunikation interessanter.
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026
