Anpassen des Docks bei Mac OS

von | 10.09.2020 | macOS

Das Kern-Bedienfeld von Mac OS ist das Dock, die Symbolleiste am unteren Bildschirmrand. Der enthält im Standard eine Vielzahl von Symbolen, die ihr persönlich wahrscheinlich gar nicht braucht. Und anders herum fehlen euch bestimmt Programme, die ihr immer mal wieder schnell starten wollt. Die Anpassung auf eure Bedürfnisse geht mit wenigen Klicks – und seit macOS Sequoia (15.0) gibt es sogar noch mehr Optionen.

Unter Systemeinstellungen > Schreibtisch & Dock (früher nur „Dock“) könnt ihr die Größe, die Bildschirmposition und den Vergrößerungseffekt, wenn ihr mit der Maus hinüberfahrt, anpassen. Neu seit macOS Ventura ist die Option „Zuletzt verwendete Apps im Dock vorschlagen“, die automatisch häufig genutzte Programme temporär ins Dock einblendet.

Seit macOS Sonoma gibt es auch die praktische Funktion „Widgets auf dem Schreibtisch“, die sich direkt aufs Dock-Verhalten auswirkt. Widgets können jetzt mit einem Klick aus dem Dock heraus aktiviert werden. In den neuesten macOS-Versionen lässt sich zudem einstellen, ob das Dock bei Vollbild-Apps automatisch ausgeblendet werden soll.

Wichtiger für die Personalisierung ist aber noch das Hinzufügen und Entfernen von Apps aus dem Dock. Diese Funktion hat sich über die Jahre kaum verändert, weil sie einfach gut funktioniert.

Klickt mit der rechten Maustaste (oder Ctrl+Klick) auf eine App, dann auf Optionen > Aus dem Dock entfernen, um ein Symbol aus dem Dock zu entfernen. Bei nativen Apple-Apps wie Safari, Mail oder Finder funktioniert das übrigens nicht – die sind fest verdrahtet.

Um eine App hinzuzufügen, startet sie erst, damit deren Symbol im Dock erscheint. Dann klickt auf Optionen > Im Dock behalten, um die App dauerhaft im Dock zu platzieren. Wenn ihr zusätzlich möchtet, dass die App beim Systemstart automatisch gestartet wird, dann klickt im Einstellungsmenü auf Bei der Anmeldung öffnen.

Alternativ könnt ihr Apps auch direkt aus dem Finder ins Dock ziehen. Öffnet den Finder, navigiert zum Programme-Ordner und zieht die gewünschte App einfach ins Dock. Das funktioniert auch aus dem Launchpad heraus – besonders praktisch bei Apps, die ihr nur gelegentlich nutzt.

Das neue Symbol wird nicht an der Stelle sein, wo ihr es gerade braucht. Um es zu verschieben, greift es einfach mit der linken Maustaste und zieht es an die Stelle im Dock, wo es für euch persönlich am besten hingehört. Dabei könnt ihr auch eine logische Reihenfolge schaffen: Produktivitäts-Apps links, Kreativ-Tools in der Mitte, Entertainment rechts.

Ein Profi-Tipp: Ihr könnt auch Ordner ins Dock ziehen. Besonders praktisch ist der Download-Ordner – zieht ihn einfach rechts neben den Papierkorb. Dann habt ihr direkten Zugriff auf alle heruntergeladenen Dateien. Das funktioniert mit jedem Ordner, auch mit selbst angelegten Projekt-Ordnern.

Für Power-User gibt es noch weitere Anpassungsmöglichkeiten über das Terminal. Mit dem Befehl defaults write com.apple.dock persistent-apps -array-add lassen sich sogar komplexere Dock-Konfigurationen erstellen. Aber für die meisten reichen die Standard-Optionen völlig aus.

Übrigens: Falls euer Dock mal völlig durcheinander gerät, könnt ihr es jederzeit zurücksetzen. Geht dazu in die Systemeinstellungen > Schreibtisch & Dock und klickt ganz unten auf „Dock zurücksetzen“. Dann ist wieder alles beim alten – ihr müsst nur eure persönlichen Apps erneut hinzufügen.

Ein gut organisiertes Dock kann euren Mac-Workflow erheblich beschleunigen. Nehmt euch die Zeit, es wirklich auf eure Bedürfnisse abzustimmen – ihr werdet den Unterschied täglich spüren.

Zuletzt aktualisiert am 28.02.2026