Safari ist seit jeher der Standard-Browser auf allen Apple-Geräten. Wenn ihr komplett im Apple-Ökosystem unterwegs seid, ist das auch völlig in Ordnung: Safari synchronisiert Passwörter, Lesezeichen und Formulardaten nahtlos via iCloud zwischen iPhone, iPad und Mac. Problematisch wird es nur, wenn ihr zwar ein iPhone oder iPad nutzt, aber am PC lieber mit Chrome, Edge oder Firefox arbeitet. Seit iOS 14 gibt es dafür eine elegante Lösung!
Mit iOS 14 führte Apple eine längst überfällige Funktion ein, die auf Desktop-Systemen schon seit Jahren Standard ist: die Möglichkeit, den Standard-Browser zu ändern. Das mag trivial klingen, ist aber entscheidend für euren Workflow. Denn immer wenn ihr auf einen Link in einer E-Mail, einer Nachricht oder einer anderen App tippt, öffnet sich automatisch der festgelegte Standard-Browser.
Voraussetzungen für den Browser-Wechsel
Bevor ihr den Standard-Browser ändern könnt, müsst ihr natürlich erst einmal eine Alternative zu Safari installieren. Die wichtigsten Browser stehen alle im App Store zur Verfügung:
- Chrome: Googles Browser bietet nahtlose Synchronisation mit dem Desktop und ist besonders praktisch, wenn ihr Gmail und andere Google-Dienste intensiv nutzt
- Firefox: Mozillas Browser punktet mit starkem Datenschutz und vielen Anpassungsmöglichkeiten
- Microsoft Edge: Microsofts Browser ist die ideale Wahl, wenn ihr am PC mit Windows arbeitet und die Synchronisation nutzen möchtet
- Opera: Bietet interessante Features wie einen integrierten VPN-Service
- DuckDuckGo: Fokus auf Privatsphäre und Tracking-Schutz
So ändert ihr den Standard-Browser
Die Einrichtung ist denkbar einfach. Nachdem ihr euren gewünschten Browser aus dem App Store installiert habt, folgt ihr diesen Schritten:
- Öffnet die Einstellungen auf eurem iPhone oder iPad
- Scrollt nach unten, bis ihr den Eintrag eures neu installierten Browsers seht (zum Beispiel „Chrome“ oder „Firefox“)
- Tippt auf diesen Eintrag
- Sucht in den App-spezifischen Einstellungen den Punkt Standard-Browser-App
- Tippt darauf und wählt aus der Liste aller installierten Browser euren Favoriten aus
Ab sofort öffnen sich alle Links automatisch in eurem neuen Standard-Browser.
Warum der Browser-Wechsel sinnvoll ist
Die Möglichkeit, den Standard-Browser zu ändern, bringt mehrere Vorteile mit sich:
Nahtlose Synchronisation: Wenn ihr am PC hauptsächlich Chrome oder Firefox nutzt, könnt ihr eure Lesezeichen, Passwörter und offenen Tabs auch auf dem iPhone verwenden. Das spart Zeit und sorgt für einen konsistenten Workflow.
Bessere Integration: Wer intensiv Google Workspace, Microsoft 365 oder andere Cloud-Dienste nutzt, profitiert von der besseren Integration der entsprechenden Browser.
Erweiterte Features: Alternative Browser bieten oft Funktionen, die Safari nicht hat – etwa eingebaute VPN-Services, erweiterte Tracking-Blocker oder spezielle Datenschutz-Modi.
Gewohnheit: Wenn ihr jahrelang einen bestimmten Browser genutzt habt, müsst ihr euch nicht umgewöhnen, nur weil ihr ein iPhone verwendet.
Was ihr beachten solltet
Trotz aller Vorteile gibt es auch ein paar Punkte zu bedenken:
Performance: Safari ist optimal für iOS optimiert und oft schneller als Alternative. Das liegt daran, dass Apple seinem eigenen Browser tiefere Systemzugriffe gewährt.
Batterielaufzeit: Safari ist in der Regel energieeffizienter als Drittanbieter-Browser, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.
iOS-Integration: Manche iOS-Features funktionieren nur mit Safari optimal – etwa das Übersetzen von Webseiten oder bestimmte Siri-Funktionen.
Updates: Apple aktualisiert Safari automatisch mit iOS-Updates, während ihr bei anderen Browsern separate App-Updates installieren müsst.
Standard-Browser jederzeit wieder ändern
Die gute Nachricht: Ihr seid nicht dauerhaft an eure Entscheidung gebunden. Den Standard-Browser könnt ihr jederzeit wieder ändern – auch zurück zu Safari. Dafür wiederholt ihr einfach die oben beschriebenen Schritte und wählt einen anderen Browser aus der Liste.
Fazit: Mehr Wahlfreiheit für iOS-Nutzer
Die Möglichkeit, den Standard-Browser unter iOS zu ändern, war ein längst überfälliger Schritt von Apple. Sie gibt euch die Freiheit, das iPhone oder iPad nahtlos in euren bestehenden digitalen Workflow zu integrieren – unabhängig davon, welche Geräte und Dienste ihr sonst verwendet. Probiert es einfach aus und findet heraus, welcher Browser am besten zu euren Gewohnheiten passt.
Zuletzt aktualisiert am 27.02.2026
