WhatsApp TImer

WhatsApp führt nach dem Vorbild von Snapchat eine neue Funktion ein: Sich selbst löschende Nachrichten. “Ablaufende Nachrichten” genannt. Entsprechend markierte Nachrichten und Fotos verschwinden nach sieben Tagen wieder. Allerdings gibt es eine lange Liste von Ausnahmen.

Bei “Mission impossible” gehen die ultra-geheimen Nachrichten nach einmaligem Abhören meist effektvoll in Rauch auf. Bänder, die zerstäuben. Geräte, die verglühen. Telefonzellen, die explodieren.

Ja: Im Kino hat halt alles seine Ordnung. Eine Nachricht, die geheim ist und wirklich nur einmal abgehört werden soll, die zerstört sich danach eben von ganz alleine. Das sieht beeindruckend aus – und ist glaubwürdig.

Facebook will den Eindruck erwecken, alles sei flüchtig

Ganz so wird es bei WhatsApp nicht kommen – obwohl WhatsApp in einem FAQ jetzt erstmals beschreibt, wie die schon vor längerer Zeit angekündigten sich selbst-löschenden Nachrichten funktionieren sollen. Auch wir können also künftig (jetzt gerade noch nicht, aber bald) Nachrichten per WhatsApp verschicken, die sich nach sieben Tagen selbst auflösen – nach dem Vorbild von Snapchat. So das Versprechen.

Zum Glück verglüht unser Smartphone dabei nicht. Auch ansonsten hat die selbst-löschende Messenger-Nachricht allerdings nichts mit “Mission Impossible” zu tun. Denn die selbst-löschende WhatsApp-Nachricht vaporisiert keineswegs immer.

Denn: Es kommt darauf an. Macht jemand einen Screenshot von der angeblich sich selbst-löschenden Nachricht, bleibt der natürlich erhalten. Antwortet jemand innerhalb von WhatsApp auf die Nachricht, bleibt sie erhalten. Und wird die Message mit Selbstzerstörungs-Timer in eine Gruppe geschickt, bleibt die Nachricht ebenfalls dauerhaft erhalten. Und: Da WhatsApp Fotos normalerweise automatisch im Gerät speichert, sobald sie ankommen, bleiben auch Fotos mit dem Attribut “selbst-löschend” erhalten.

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