AirPrint von Apple und Alternativen für Android erklärt: So funktioniert Drucken vom Smartphone und Tablet

von | 13.01.2021 | Hardware

Mobiles Drucken ist 2026 Standard geworden – egal ob ihr ein iPhone, Android-Handy oder Tablet nutzt. AirPrint von Apple funktioniert mittlerweile noch nahtloser, während Android-User zwischen verschiedenen Lösungen wie Universal Print, Mopria oder herstellerspezifischen Apps wählen können. Das Smartphone als Druckzentrale ist längst Realität geworden.

Was steckt hinter AirPrint?

AirPrint ist Apples integrierte Drucklösung, die seit iOS 4.2 fest im System verankert ist. 2026 unterstützen praktisch alle modernen Drucker AirPrint nativ – von Einsteigermodellen bis zu professionellen Multifunktionsgeräten. iPhone, iPad und Mac erkennen AirPrint-fähige Drucker automatisch im WLAN und benötigen keine Treiber-Installation.

Der Clou: AirPrint arbeitet komplett treiberlos. Ihr öffnet ein Dokument, eine E-Mail oder ein Foto, tippt auf „Teilen“ und wählt „Drucken“. Das System zeigt alle verfügbaren Drucker an – ein Antippen genügt. Moderne AirPrint-Drucker unterstützen dabei auch erweiterte Features wie beidseitigen Druck, verschiedene Papierformate und Farboptionen.

Warum mobiles Drucken boomt

Die Zeiten, in denen alles digital bleiben sollte, sind vorbei. Praktische Anwendungen haben sich durchgesetzt: Boarding-Pässe für den Flug, Rezepte für die Küche, wichtige Verträge oder QR-Codes für Events. Gerade im Homeoffice ist der schnelle Ausdruck vom Handy zum Standard geworden.

Wer häufiger druckt, sollte auf Vorrat kaufen – gerade bei Tintenstrahldruckern können eingetrocknete Patronen teuer werden. Viele moderne Drucker melden sich mittlerweile selbst, wenn Tinte oder Toner zur Neige gehen.

Android-Alternativen: Mopria und Universal Print dominieren

Android-User haben 2026 mehrere ausgereifte Optionen. Die wichtigsten Technologien im Überblick:

Mopria Print Service

Mopria ist der de-facto Standard für Android geworden. Die App ist auf den meisten Android-Geräten vorinstalliert und funktioniert mit über 7.000 Druckermodellen. Wie AirPrint erkennt Mopria kompatible Drucker automatisch und druckt ohne zusätzliche Einrichtung.

Universal Print von Microsoft

Microsofts Cloud-basierte Lösung hat sich besonders in Unternehmen durchgesetzt. Universal Print funktioniert betriebssystemübergreifend und ermöglicht das Drucken von überall – sogar vom anderen Ende der Welt. Der Drucker muss nur einmal in der Microsoft-Cloud registriert werden.

Herstellerspezifische Apps

HP Smart, Canon PRINT, Epson iPrint und andere Hersteller-Apps bieten oft erweiterte Funktionen wie Scan-to-Cloud, Tintenstandsanzeige oder Wartungsoptionen. Diese Apps sind besonders sinnvoll, wenn ihr mehrere Geräte des gleichen Herstellers nutzt.

Was ist mit Google Cloud Print passiert?

Google Cloud Print wurde Ende 2020 eingestellt. Google empfiehlt jetzt native Drucklösungen wie Mopria oder Universal Print. Die meisten Funktionen von Cloud Print sind heute in Android integriert.

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Moderne Drucker lassen sich problemlos über verschiedene mobile Geräte und Betriebssysteme ansteuern.

So funktioniert AirPrint in der Praxis

AirPrint ist kinderleicht – wenn die Voraussetzungen stimmen:

  1. iPhone, iPad oder Mac mit aktueller Software
  2. AirPrint-kompatibler Drucker (Liste auf apple.com)
  3. Beide Geräte im gleichen WLAN-Netzwerk

Der Druckvorgang: Dokument öffnen → Teilen-Button → „Drucken“ → Drucker auswählen → Optionen einstellen → „Drucken“. Moderne AirPrint-Drucker zeigen dabei Echtzeitinformationen wie Papierstau oder leere Patronen direkt auf dem iPhone an.

Tipp: Bei neueren Druckern könnt ihr auch die Papiersorte (Normal, Foto, etc.) direkt am iPhone einstellen. Das war früher nur am Drucker möglich.

AirPrint ohne AirPrint-Drucker: Diese Lösungen helfen

Ihr habt einen älteren Drucker ohne AirPrint? Kein Problem. Mehrere Lösungsansätze stehen zur Verfügung:

Drittanbieter-Apps: Apps wie „Printer Pro“ oder „Print n Share“ simulieren AirPrint-Verbindungen. Diese funktionieren auch mit älteren USB-Druckern, benötigen aber einen laufenden Computer als Vermittler.

Router-Integration: Viele moderne Router (nicht nur Fritz!Box) können USB-Drucker ins Netzwerk einbinden. Der Drucker wird dann wie ein Netzwerkdrucker behandelt.

Raspberry Pi als Print-Server: Technik-Affine nutzen einen Raspberry Pi mit CUPS (Common Unix Printing System) als günstigen Print-Server für alte Drucker.

Fritz!Box und andere Router-Lösungen

Die Fritz!Box bleibt 2026 eine beliebte Universallösung. Aber auch Router von Asus, Netgear oder TP-Link bieten ähnliche Features. So richtet ihr es ein:

  1. Drucker per USB an die Fritz!Box anschließen
  2. Fritz!Box-Interface aufrufen (meist fritz.box im Browser)
  3. Unter „Heimnetz“ → „USB-Geräte“ den Drucker aktivieren
  4. Druckertreiber am Computer/Smartphone installieren (falls nötig)
  5. Drucker als Netzwerkdrucker hinzufügen

Vorteil: Alle Geräte im Netzwerk können auf den Drucker zugreifen – egal ob Windows, Mac, iOS oder Android.

Neue Technologien 2026: Wi-Fi Direct und Matter

Wi-Fi Direct hat sich durchgesetzt: Drucker können direkte WLAN-Verbindungen zu Smartphones aufbauen, ohne Router als Vermittler. Besonders praktisch für Gäste oder in Umgebungen ohne WLAN.

Matter-Unterstützung vereinfacht die Einrichtung weiter. Matter-zertifizierte Drucker lassen sich mit einem QR-Code scannen und sind sofort einsatzbereit – herstellerübergreifend.

Die häufigsten Probleme und Lösungen

Trotz ausgereifter Technik gibt es manchmal Probleme. Die wichtigsten Lösungsansätze:

  • Drucker nicht sichtbar: Beide Geräte müssen im gleichen WLAN-Netzwerk sein. Gäste-WLAN funktioniert meist nicht.
  • Druckqualität schlecht: Prüft die Druckeinstellungen in der App. „Entwurf“ spart Tinte, „Foto“ braucht spezielles Papier.
  • Druck bricht ab: Schwaches WLAN ist oft der Grund. Router näher zum Drucker stellen oder WLAN-Repeater nutzen.
  • Alte Druckaufträge blockieren: Drucker 30 Sekunden vom Strom trennen löscht den Pufferspeicher.
  • Treiber-Probleme: Bei Android die neueste Version der Drucker-App installieren.

Pro-Tipp: Aktiviert in den Drucker-Einstellungen die automatischen Updates. Viele Probleme lösen sich durch Firmware-Updates von selbst.

Ausblick: KI-gestütztes Drucken kommt

2026 experimentieren erste Hersteller mit KI-Features: Automatische Bildoptimierung, intelligente Papierauswahl oder Tinten-Vorhersagen. Samsung und HP testen sogar Drucker, die häufig benötigte Dokumente proaktiv vorschlagen.

Mobiles Drucken ist erwachsen geworden. Egal welches Smartphone ihr nutzt – ein kompatibler Drucker im WLAN reicht für professionelle Ergebnisse.

Abbildung 1: pixabay.com © Firmbee (CC0 Creative Commons)

Abbildung 2: Adobe Stock © Daniel Krasoń ID #200052818

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026