Ein Netzwerk setzt sich aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen. Viele davon schaffen Sie über die Jahre hinweg an, Sie haben also einen gewissen Einfluss darauf. Wir zeigen Ihnen, welche Komponenten im Netzwerk wofür zuständig sind und worauf sie achten sollten, wenn Sie Neuanschaffungen planen.

Der Router

Für die meisten Heimanwender ist der Router die Hauptkomponente ihres Netzwerks. Den bekommen Sie geliefert, oft sogar von einem Techniker eingerichtet, Sie machen sich wenig Gedanken darüber.

Das ist solange in Ordnung, wie Sie nichts an Ihrem Internet-Anschluss ändern. Allerdings entwickeln sich die Standards für die Internetanbindung und für WLAN kontinuierlich weiter. Auch wenn der Router regelmäßige Updates bekommt, irgendwann ist dieser technisch am Ende.

Als konkretes Beispiel: Die Telekom aktualisiert die Leitungen auf immer höhere Datendurchsätze und damit Geschwindigkeiten. Beim Sprung von 100Mbit/Sekunde zu 250 Mbit/Sekunde haben diverse Router Ihre Leistungsgrenze erreicht. Der Effekt: Mit einem alten Router bekommen Sie mit einer 250Mbit-Leitung trotzdem nur Datendurchsätze bis 100Mbit. Ein Wechsel des Routers ist dann unvermeidlich.

Auch die Nutzung neuer WLAN-Normen, die den Datenaustausch schneller und stabiler machen, lassen sich oft nur durch einen Hardwarewechsel erreichen.

Wenn Sie also ein Angebot eines schnelleren Internets annehmen, dann klären Sie gleich mit, ob Ihr Router noch geeignet ist. Viele Anbieter lassen Ihnen ohne oder mit nur marginalen Mehrkosten alle zwei Jahre einen neuen Router zukommen. Nutzen Sie dieses Angebot!

Die Switche

Wenn Sie Geräte verwenden, die ein Netzwerkkabel und kein WLAN-Modul verwenden, dann bleibt Ihnen kaum eine andere Lösung als die Verlegung von Kabeln. Mit einem Netzwerkkabel gehen Sie dann vom Router zu einem zentralen Punkt, wo sich viele Geräte finden. Der Router übernimmt dann die Verteilung des Netzwerkverkehrs auf die einzelnen Geräte. Quasi eine Mehrfachsteckdose für das Netzwerk.

Die Herausforderung liegt hier einmal mehr im Detail: Da die Switche Daten zwischen Geräten schleusen, beeinflussen sie natürlich auch die Geschwindigkeit des Netzwerks. Die meisten modernen Router geben die Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit (Gbit)/grob 1000 Megabit (Mbit) pro Sekunde ins Netzwerk, das sind Datenmengen von 125MB pro Sekunde. Günstigere Switche können Daten teilweise nur mit 100 oder gar 10 Megabit übertragen. Solche Switche bremsen de Geschwindigkeit des Netzwerks spürbar aus: Alle Geräte die an einen solchen switch angeschlossen sind, leiden unter deutlich geringerem Datendurchsatz.

Idealerweise kaufen Sie immer die Switche, die den höchsten Datendurchsatz bieten. Ob Sie den schon direkt ausnutzen, ist dabei egal: Der Tausch von Komponenten kostet Sie Zeit und Nerven, das können Sie dadurch vermeiden.

Die Kabel

Wenn Sie Geräte per Kabel an das Netzwerk anschließen, dann sind diese natürlich auch ein Faktor. Vor allem die Kabellängen und die Art der Verlegung sind wichtig: Idealerweise sollten LAN-Kabel nicht länger als 30 Meter sein. Hier bedarf es einer Planung, die die Umstände Ihres Hauses berücksichtigt. Auch die Kabelwege sind wichtig: Sie wollen Netzwerkkabel nicht frei im Raum hängen haben, sondern möglichst verdeckt. Auf der anderen Seite kann der Versuch eines Verlegens im Verborgenen schnell dazu führen, dass die Kabel beschädigt werden. Ist auch nur eine der Adern im Netzwerkkabel gequetscht oder defekt, dann beeinträchtigt das die Datenübertragung.