Digitalisieriung

Digitalisierung? Fehlanzeige. Deutschland bewegt sich im Schneckentempo, während USA, China, Asien, selbst Russland sich im Eiltempo bewegen – selbst osteuropäische Länder sind weiter als wir hierzulande.

Schon seit vielen Jahren brüsten sich verschiedenste Länder damit, dass die Digitalisierung in großen Schritten voranschreitet. Insbesondere die ostasiatischen Länder wie China, Japan oder Südkorea verfügen über eine Vorreiterrolle. Wie sich die Entwicklung in Deutschland darstellt, erfahren Sie in diesem Artikel kurz und bündig zusammengefasst.

Weltweit nur Mittelmaß

In den Medien kommt immer wieder der Vorwurf auf, Deutschland hinke bei der Digitalisierung weit hinter anderen Nationen her. Doch entspricht diese Behauptung tatsächlich der Wahrheit?

Wohl oder übel muss diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden. So betrug die durchschnittliche Geschwindigkeit des Breitbandnetzes in Deutschland im vergangenen Jahr beispielsweise nur etwa 24 Mbit/s.

Mit diesem Wert rangiert die Nation weltweit nur auf Platz 25. Platz 1 belegt Taiwan. Dort liegt die Bandbreite mehr als drei Mal so hoch wie in Deutschland. Viele europäische Nationen haben Deutschland in diesem Bereich ebenfalls bereits den Rang abgelaufen. Der Technologie-Hotspot Deutschland stagniert. Es ist fraglich, woran dies liegt. Klar wird jedoch schnell, dass die Politik sich immer wieder Ziele setzt, die letztendlich nicht erreicht werden.

Glasfaser

Wie ist die Lage im Inland?

Im Vergleich zu anderen aufstrebenden Industrienationen hinkt Deutschland langsam hinterher. Aber sind davon alle Deutschen gleichermaßen betroffen? Leider ist dies nicht der Fall. Denn während viele Großstädte über Highspeed-Netze verfügen, können Bewohner von ländlichen Gebieten davon nur träumen. Doch bevor darauf näher eingegangen werden kann, muss auch erwähnt werden, dass wie in so vielen Aspekten des Lebens ein starkes West-Ost-Gefälle erkennbar ist.

So verfügen Bewohner westdeutscher Großstädte im Vergleich zu denen in Ostdeutschland über eine Internetleitung, die um ca. 40 % schneller ist.

Wie bereits erwähnt verhält sich dies im generellen Vergleich zwischen Stadt und Land ähnlich. Wer von Highspeed-Internet profitieren möchte, zieht in westdeutsche Großstädte. Vielfach haben große Telekommunikations-Unternehmen nämlich kein Interesse daran, ländlichere Gebiete mit schnellem Internet auszustatten.

Die Investitionen wären schlichtweg zu teuer. So wird nicht nur Deutschland als gesamtes Land abgehängt. Zusätzlich gibt es auch innerhalb der Nation große Differenzen zwischen den einzelnen Regionen. Dies wird der Landflucht sicher nicht entgegenwirken und es bleibt nur zu hoffen, dass die Politik auf die negative Entwicklung eingeht.

ISDN – noch lange kein Auslaufmodell

Teilweise wird in einigen Regionen auch heute noch auf eine Internetverbindung via ISDN gesetzt. Obwohl Breitband-DSL sich insgesamt durchgesetzt hat, ermöglicht ein ISDN-Anschluss vielfach noch das Nutzen verschiedenster Kommunikationsmedien. So lassen sich unterschiedliche Sonderdienste an den ISDN-Anschluss knüpfen und nutzen.

Dies ermöglicht die Nutzung von Fax-Geräten, digitalen Telefonen und EC-Cash. Sollte es zu Problemen kommen, ist das ebenfalls kein Problem. Ein intelligentes Fernwartungssystem unterstützt die Nutzer jederzeit. Sollte es dann letztlich doch zum Umstieg auf die reine Arbeit mittels All-IP kommen, ist eine Umstellung ganz einfach möglich.

In Deutschland zeigt sich somit, dass es nie ausreicht, ausschließlich auf hochinnovative Elemente zu setzen. Stattdessen gilt es, einen flächendeckenden Ausbau zu ermöglichen. Bis dieser überall gewährleistet werden kann, empfiehlt es sich, weiterhin auf bewährte Technologien zu setzen. Nur so kann der Übergang konfliktfrei verlaufen. Und in genau diesem Übergang in das digitale Zeitalter befindet sich Deutschland noch immer.