Roblox: Eine Art Blaupause für das Metaversum

Spiele wie Fortnite oder Roblox gelten als Vorbild für das von Mark Zuckerberg geplante Metaversum: Sie bieten einen virtuellen Raum, in dem sich die Spieler frei bewegen können. Aber nur, wenn alles funktioniert. Roblox war nun drei Tage offline. Ist auch das ein Vorbild für das Metaverse?

Seit zwei Wochen ist viel die Rede vom Metaversum, das Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aufbauen will. Ein virtueller Raum unglaublichen Ausmaßes, der virtuelle Begegnungen, aber auch Spiel und Spaß ermöglich soll. Immer wieder werden populäre Games wie Fortnite oder Roblox als eine Art Blaupause für das kommende Metaversum genannt. So wie hier könnte es im Metaversum später mal aussehen.

Rund 45 Millionen User spielen regelmäßig Roblox

Rund 45 Millionen User spielen regelmäßig Roblox

Roblox: 43,2 Millionen regelmäßige Nutzer

43,2 Millionen tägliche Nutzer hat Roblox. Ein Game, das vor allem bei Kindern unter 13 Jahren bekannt und beliebt ist. Sie spielen es am PC, oder auch am Smartphone oder Tablet und steuern die wie Plastikmenschlein aussehenden Spielfiguren durch die virtuelle Welt. Die Kids können hier eigene Welten bauen, eigene Regeln definieren und vor allem auch eigene Spiele programmieren – und die nicht nur mit anderen teilen, sondern auch mit anderen spielen. Live.

Ein Game-Konzept, das vor allem in der Pandemie mächtig Zulauf bekommen hat. Die Zahl der User hat sich während Corona mal eben verdoppelt. Im Roblox-Universum gibt es nun mal kein Covid-19. Da kann man seine Freunde immer treffen, auch ohne Maske. Während der Pandemie haben die Nutzer fast zehn Milliarden Stunden mit Roblox verbracht.

Roblox ist vor allem bei Kids beliebt

Roblox ist vor allem bei Kids beliebt

Drei Tage Roblox down

Außer an diesem Wochenende. Denn da war Roblox – down. Von Donnerstag bis Sonntagabend ging nichts in Robloxanien. Der Server haben gestreikt. Keine Anmeldung möglich. Für viele Kinder ein Albtraum: ein ganzes Wochenende ohne Roblox…

Eltern sollten das nicht belächeln. Denn wenn mal wieder WhatsApp oder Facebook oder Instagram ausfällt, wird auf Twitter Panik geschoben. Warum sollte es den Kindern anders gehen?

Der aktuelle Ausfall bei Roblox sollte auch Anlass zur Besinnung sein. Gerade jetzt, wo Mark Zuckerberg mit aller Macht ein “Metaversum” an den Start bringen will. Denn ein Metaversum benötigt noch ungleich mehr Rechenkapazität und Server-Power als ein Facebook, WhatsApp oder Instagram. Jeder kleine Ausfall in einem Sub-Netz kann gleich fatale Folgen für das ganze “Universum” haben.

Abhängigkeit nimmt zu

Neben all den anderen Aspekten, die es bei einem Metaversum zu bedenken gibt, kommt noch die Abhängigkeit dazu.

Was, wenn sich eine Arbeitswelt erst mal darauf eingestellt hat, Meetings im virtuellen Raum abzuhalten – und dann liegt tagelang alles lahm? Wo sonst nur ein paar Büros in einem Gebäude betroffen sind, liegt dann plötzlich die ganze Bürowelt am Boden. So etwas könnte massiven wirtschaftlichen Schaden verursachen. So wie das Ausfälle von Facebook oder Instagram heute schon tun. Das Metaverse macht das ohnehin vorhandene Problem noch größer.

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

 

Facebook plant eine Art Über-Roblox: ein Metaversum