Microsoft hat gemeinsam mit dem griechischen Ministerium für Kultur die Olympischen Kultstätten wiederbelebt: Jetzt kann jeder die Bauwerke am PC bestaunen – oder vor Ort mit Augmented Reality.

Schon vor 2.000 Jahren waren einige Zivilisationen sehr weit entwickelt. Die Griechen zum Beispiel haben damals nicht nur die Demokratie erfunden, sondern waren auch schon in der Lage, beeindruckende Bauwerke zu errichten. Davon können sich Besucher in Athen heute noch überzeugen, etwa wenn sie das Olympieion betrachten.

Olympia per AR

Virtuelle Rekonstruktionen der Kultstätte

Wäre es nicht großartig, die Bauwerke von einst bestaunen zu können – so, wie sie damals errichtet wurden? Das in etwa war die Idee des griechischen Ministeriums für Kultur und Sport. Gemeinsam mit Microsoft haben sie das antike Olympia digitalisiert, um es wiederzubeleben. Microsoft hat Künstliche Intelligenz eingesetzt, um die Bauwerke virtuell zu rekonstruieren.

Das Ergebnis des ehrgeizigen Projekts ist jetzt fertig und als “Common Grounds” (“gemeinsame Plattform” oder “eine gemeinsame Basis”) für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Wer mag, kann sich an seinen PC setzen und sich wahlweise vorbereitete Touren ansehen oder individuell Bauwerke auswählen und sie von innen und außen besuchen.

Die 27 größeren und viele kleineren Bauwerke des Olymp erscheinen in einer beeindruckenden Detailtreue. Dazu gibt es zahlreiche interessante Hintergrundinfos.

 

Künstliche Intelligenz macht alles sichtbar

Das, was wir hier zu sehen bekommen, ist keine Mutmaßung (“Könnte so ausgesehen haben”), sondern das Ergebnis intensiver Recherchen. Ein Spezialunternehmen namens Iconem hat die historische Stätte vollständig in 3D digitalisiert. Dazu wurden mithilfe von Kameras Tausende Aufnahmen der Kultstätte gemacht, am Boden und auch mit Drohnen in der Luft und auf diese Weise alles exakt vermessen.

Microsoft verfügt schon lange über ausgeklügelte Systeme wie Photosynth, um aus einer Vielzahl von Fotoaufnahmen räumliche Modelle zu erreichen. Neu ist, dass mithilfe von künstlicher Intelligenz die 3D-Modelle perfektioniert wurden.

Mit VR und AR geschichtsträchtige Orte besuchen

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Auch andere Kultstätten wie Mont Saint Michel

Ein interessantes Projekt. Mit derselben Technologie wurden schon andere weltberühmte Bauwerke wie Mont Saint Michel “zum Leben” erweckt. Das ermöglicht es kulturinteressierten Menschen in aller Welt, solche Bauwerke oder Kultstätten virtuell zu besuchen. Von zu Hause aus.

Und wer tatsächlich Olympia “in echt” besucht, bekommt noch mehr geboten: Augmented Reality. Dazu muss nur die dazugehörige App geladen werden. Wer sich dann damit vor Ort umschaut, sieht nicht nur die Rudimente der Kultstätte, sondern auf dem Smartphone-Display auch die virtuellen Rekonstruktionen. Überlagert, so als stünden sie da. In genau dem Blickwinkel, den der Betrachter gerade einnimmt.

Im olympischen Museum können Besucher eine Mixed-Reality-Ausstellung besuchen. Mit Microsoft Hololens auf der Nase wird die Vergangenheit sichtbar.

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Aufwändige Rekonstruktion der Kultstätte