Sicherheitspakete boomen: Was bringt Surfshark One?

Für Cyberkriminelle ist eine einfache Rechnung: Je mehr Menschen online sind und je mehr Zeit sie dort verbringen, desto mehr Gelegenheiten ergeben sich, User zu Opfern zu machen. Die Angriffsmethoden und Tricks nehmen zu – und deshalb müssen User auch immer aufmerksamer werden.

Ganz prinzipiell bin ich kein Freund davon, jedes Problem mit zusätzlicher Software zu lösen. Denn je mehr Software man installiert hat, desto mehr Programme muss man einrichten, pflegen und auch auf dem neuesten Stand halten.

Wenn es um die eigene Sicherheit geht, kommt man heute aber beinahe nicht umhin, sich mit Schutz-Software einzudecken. Sei es, um Viren und Würmer abzuwehren (vor allem auf Windows-Rechnern), Angriffsmethoden zu erkennen und zu blockieren, sich vor Schnüffelangriffen zu schützen und vieles anderes mehr.

Programmpakete (Suiten) bieten Vorteile

Aber auch die Werbeindustrie wird immer aggressiver. Deshalb wollen sich viele Menschen auch davor schützen, etwa indem sie ihre Identität verschleiern – oder wenigstens ihre IP-Adresse, um nicht so leicht getrackt und damit eindeutig identifiziert werden zu können.

Für jede einzelne dieser Herausforderungen gibt es spezielle Software. Kostenlose Programme – aber natürlich auch kostenpflichtige Programme. Wenn man sich dazu entschließt, sich mit Software gegen all diese akuten Bedrohungen zu wehren, empfehle ich eine Suite zu installieren. Also ein Programmpaket, das alle wesentlichen Bereiche abdeckt. Denn zumindest weniger erfahrene Benutzer haben es dadurch einfacher: Alles an einer zentralen Stelle einrichten, konfigurieren und überwachen.

Praktisch alle großen Anbieter haben heute solche “Suiten” im Angebot. Diesmal habe ich mir Surfshark One angeschaut. Ein Programmpaket, bestehend aus Antiviren-Schutz, VPN, Alert und sichere Suchfunktion.

Surfshark One

Wichtigstes Werkzeug: VPN

Surfshark One enthält im Wesentlichen vier Pakete: VPN, Antivirus, Search und Alert.

Ein Virtual Private Network (VPN) kann für jeden sinnvoll sein. Denn in einem VPN wird auf Knopfdruck ein sogenannter Datentunnel eröffnet – und über diesen Datentunnel findet die komplette Kommunikation im Web und generell statt. Alles ausnahmslos verschlüsselt, so dass selbst in einem offenen WLAN niemand irgendetwas abgreifen kann. In einem VPN zu surfen, zu chatten oder E-Mails auszutauschen ist generell sicherer. Erreicht wird das, indem jede Form von Kommunikation über eine Zwischenstelle läuft, die für die Verschlüsselung sorgt.

Doch ein VPN bietet noch mehr Vorteile. Nutzer können damit ihre Identität verschleiern, denn Aufenthaltsort und eigene IP werden dadurch für Anbieter im Netz unsichtbar (stattdessen erscheint die IP-Adresse der Zwischenstelle). Das braucht man keineswegs immer. Aber wer zum Beispiel sensible Themen recherchiert, sich in Foren politisch äußern möchte oder andere gute Gründe für eine Verschleierung der eigenen IP-Adresse hat, kann das mithilfe von Surfshark und anderen VPN-Anbietern sehr einfach. Im wahrsten Sinne des Wortes auf Knopfdruck.

Weiterer Aspekt: In einem VPN-Netzwerk kann man sogar seinen Aufenthaltsort verschleiern. Das kann sinnvoll sein, wenn man auf Inhalte zugreifen möchte, die nur für Menschen in einem bestimmten Land beschränkt sind. Eine Netflix-Folge aus den USA sehen? Mit einem VPN in der Regel kein Problem. Einfach im VPN einen Netzwerkknoten in den USA auswählen – fertig. Schon befindet Ihr Euch für die Anbieter im Netz in den USA.

Last not least lassen sich in einem VPN aber auch die Begehrlichkeiten von Werbetreibern einschränken: Sie bekommen weniger persönliche Daten von Euch – und können so auch weniger präzise Profile anfertigen.

VPN

Antivirus: Schutz vor Viren und Würmern

Bloß weil heutzutage seltener über Viren und Würmer berichtet wird, bedeutet leider nicht, dass es sie nicht mehr gäbe. Windows-Benutzer sind nach wie vor stärker betroffen. Aber auch die Mac-Welt ist mittlerweile häufiger Ziel von Viren und Würmern. Früher haben sich Apple-Geräte weniger für Angriffe geeignet, weil es zu wenige Nutzer gibt. Das ist längst nicht mehr der Fall. Deswegen entwickeln Cyberangreifer auch mehr Viren und Würmer für Apple-Systeme. Die Gefahr ist zwar nach wie vor vergleichsweise gering, aber sie ist leider nicht null.

Mit einem Virenschutz erfährt man wenigstens, wenn man sich einen Virus oder Wurm eingefangen hat – und kann dann Maßnahmen ergreifen, die Schädling auch wieder loszuwerden. Ein Virenschutz wie der von Surfshark bietet aber natürlich auch aktiven Schutz an. Auf Wunsch lässt sich der gesamte Rechner überwachen – oder Ihr führt gezielte Scans von Festplatten oder auch nur ausgewählten Ordnern durch. Auf diese Weise erfahrt Ihr, ob es bereits infizierte Dokumente oder Dateien gibt.

Natürlich werden auf Wunsch auch Downloads auf mögliche Infektionen hin untersucht. Das ist besonders wichtig.

Kurz: Surfshark Antivirus ist ein Antivirus-Tool für Windows- und Android-Plattformen (erst demnächst auch für MacOS), das Geräte vor Malware, Viren und in die Privatsphäre eingreifende Apps schützt. Die App schützt also auch vor Apps, die ohne Erlaubnis auf Daten zugreift. Surfshark Antivirus arbeitet in Echtzeit, bemerkt unzulässige Zugriffe also, während sie passieren. Die Geräte sind so immer geschützt.

Surfshark Antivirus

Search und Alert

Wie Ihr vermutlich wisst, gebt Ihr bei jeder Suchanfrage auf Google, Bing oder andere führenden Suchdiensten private Daten an die Suchdienste weiter. Es erscheinen personalisierte Anzeigen. Die können praktisch sein, etwa man nach Angeboten oder Produkten sucht. Es gibt aber auch Situationen, da möchte man anonym surfen und keine privaten Daten weitergeben. Wann und wie oft das der Fall ist, hängt natürlich von den individuellen Nutzungsgewohnheiten und Empfindungen ab.

Surfshark One bietet einen völlig anonymen Suchdienst: Wollte Ihr anonym suchen, ruft Ihr aus dem Surfshark-Konto die Suchfunktion auf – und könnt dort wie gewohnt die Suchanfrage eingeben. Dabei werden keinerlei private Daten erfasst oder weitergegeben. Die Ergebnisse erscheinen ohne Online-Ads oder personalisierte Ergebnisse. Ganz schlicht.

Surfshark One: Diskrete Suche

Last not least gibt es noch eine Alert-Funktion. Hier könnt Ihr Euch darüber informieren, ob im Darknet Zugangsdaten von Euch auftauchen. Das ist in Surfshark etwas unglücklich übersetzt mit “Datenschutzverstößen” oder “Datenpannen”. In Wirklichkeit geht es um entwendete persönliche Daten. Wenn Hacker sich zum Beispiel in einen Server hacken und dort Hunderttausende persönliche Daten stehlen, landen die in der Regel früher oder später im Darknet. So etwas wird heute von Spezialiseren überwacht. Mithilfe von Surfshark könnt Ihr “nachschauen”, ob es schon Datenleaks gegeben hat, die auch Euch betreffen.

Surfshark informiert ausführlich, was entdeckt wurde – und auch, welche Daten dabei erbeutet wurden. Das ist wichtig zu wissen, um ggf. sofort die Passwörter der betreffenden Konten zu ändern und/oder andere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen (etwa: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren).

Auf Wunsch durchsucht Surfshark diese Datenbanken auch nach Eurer Kreditkarte: Wurde die Kreditkartennummer schon mal irgendwo “abgegriffen” oder erbeutet?

Kreditkarten Check

Nützliche Hilfen auf Desktop und Mobilgeräten

Wer Surfshark One abonniert (derzeit gibt es ein preislich sehr günstiges Angebot für die ersten 12 Monate), kann mehrere Geräte schützen und mit VPN und anderen Schutzmechanismen ausrüsten. Wichtig: VPN und Viren-Scan funktionieren auch auf Mobilgeräten. Vor allem auf Android-Geräten sollte man darauf nicht verzichten, denn anders als iPhones sind Android-Geräte durchaus gefährdet.