WhatsApp auf mehreren Geräten nutzen: PadChat und Alternativen 2026

von | 18.02.2022 | Social Networks

WhatsApp ist trotz aller Datenschutzbedenken aus dem digitalen Alltag nicht wegzudenken. Das liegt vor allem daran, dass die meisten eurer Kontakte die App als den Messenger ihrer Wahl nutzen. Wenn ihr möglichst viele Menschen erreichen wollt und von diesen kontaktiert werden möchtet, führt 2026 immer noch kaum ein Weg an WhatsApp vorbei.

Das Multi-Device-Problem

Unkomfortabel wird es, wenn ihr mehrere Smartphones nutzt, die nicht alle Android oder alle iOS als Betriebssystem haben. Wechselt ihr beispielsweise zwischen iPhones, die über eine MultiSIM dieselbe Rufnummer verwenden, dann müsst ihr nur die aktive Karte wechseln und WhatsApp einmal neu registrieren. Die Nachrichten werden aus dem Backup in iCloud automatisch wiederhergestellt. Das Gleiche gilt bei Android-Geräten und den Backups im Google-Konto.

Was aber, wenn ihr ein Android- und ein iOS-Gerät verwendet? WhatsApp für Android kann nicht auf iOS-Sicherungen zugreifen und umgekehrt! Hier entstehen regelrechte Datensilos, die den nahtlosen Wechsel zwischen den Geräten erschweren.

WhatsApp Web als Brückentechnologie

Die Lösung ist ein wenig verquer, aber effektiv: WhatsApp bietet seit Jahren die Möglichkeit, auf das Konto per Web-App zuzugreifen. Diese Multi-Device-Funktion wurde 2024 nochmals deutlich verbessert und unterstützt mittlerweile bis zu vier verknüpfte Geräte gleichzeitig.

Das machen sich spezialisierte Apps zunutze, die im Grunde WhatsApp Web in einer nativen App-Umgebung bereitstellen. Der Vorteil: Ihr bekommt Push-Benachrichtigungen, eine bessere Integration ins Betriebssystem und müsst nicht den Browser öffnen.

Die besten Apps für den plattformübergreifenden Zugriff

Für iOS ist PadChat nach wie vor eine solide Wahl, auch wenn die Entwicklung 2025 etwas stagnierte. Die App bietet eine saubere Oberfläche und zuverlässige Push-Benachrichtigungen. Allerdings solltet ihr beachten, dass Apple regelmäßig die Richtlinien für solche Apps verschärft.

Für Android-Nutzer gibt es mittlerweile mehrere Alternativen. Tablet Messenger wurde 2025 komplett überarbeitet und bietet jetzt eine noch nativere Bedienung. Neu hinzugekommen sind Apps wie „WhatsWeb“ und „WA Business Plus“, die speziell für Business-Anwender entwickelt wurden.

So richtet ihr den Multi-Device-Zugang ein

  • Legt fest, welches das primäre Gerät für WhatsApp sein soll. Wichtig: Auf diesem Gerät muss der Empfang von SMS aktiviert sein!
  • Installiert auf dem anderen Gerät eine App, die auf WhatsApp Web zugreifen kann (z.B: iOS: PadChat, Android: Tablet Messenger) und folgt den Anweisungen auf dem Bildschirm zur Registierung mit eurem WhatsApp-Konto.
  • Sobald eine WhatsApp auf dem Haupttelefon eingeht, seht ihr diese auch auf dem zweiten Gerät. Auch eure gesendeten Nachrichten und Medien sind verfügbar. Vor allem aber ist alles zentral auf dem Hauptgerät und wird dort automatisch gesichert!

Worauf ihr achten solltet

Diese Lösung hat durchaus ihre Tücken. Die Verbindung zum Hauptgerät muss stabil sein, sonst funktioniert der Zugriff nicht. Außerdem sind diese Third-Party-Apps nicht offiziell von Meta/WhatsApp unterstützt. Das bedeutet: Updates können die Funktionalität beeinträchtigen, und theoretisch könnte WhatsApp den Zugang für solche Apps sperren.

2025 gab es bereits einige Verwarnungen von WhatsApp an Nutzer inoffizieller Clients. Bisher wurden aber noch keine Accounts dauerhaft gesperrt. Trotzdem solltet ihr vorsichtig sein und regelmäßig Backups eurer wichtigen Chats erstellen.

Alternative: Offizielle Multi-Device-Funktion nutzen

Seit 2024 unterstützt WhatsApp offiziell die Nutzung auf Tablets und anderen Geräten, auch ohne dass das Haupthandy online sein muss. Diese Funktion findet ihr in den WhatsApp-Einstellungen unter „Verknüpfte Geräte“. Der Vorteil: Vollständig offiziell und sicher. Der Nachteil: Funktioniert nur mit WhatsApp Web im Browser oder auf WhatsApp Desktop.

Für viele Nutzer ist diese offizielle Lösung mittlerweile ausreichend. Tablets und Laptops lassen sich problemlos verknüpfen, und die Synchronisation funktioniert zuverlässig. Nur bei der plattformübergreifenden Smartphone-Nutzung bleibt die inoffizielle App-Lösung weiterhin die praktischere Wahl.

Fazit: Pragmatische Lösung mit Kompromissen

Die Nutzung von Apps wie PadChat oder Tablet Messenger ist eine pragmatische Lösung für ein hausgemachtes Problem von WhatsApp. Solange Meta keine native plattformübergreifende Lösung anbietet, bleiben solche Workarounds die beste Option für Multi-Device-Nutzer.

Wichtig ist: Informiert euch regelmäßig über Updates und mögliche Risiken. Die Messenger-Landschaft entwickelt sich schnell, und was heute funktioniert, kann morgen schon Geschichte sein.

Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026