OneDrive auf Speicherkarten und externe SSDs umstellen

von | 07.07.2022 | Windows

Die Offline-Synchronisation mit OneDrive hilft, Daten aus der Cloud auch ohne Internetverbindung zur Verfügung zu haben. Aber wie ändert ihr den Speicherort nachträglich, beispielsweise, wenn ihr auf eine SD-Karte oder externe SSD umstellen wollt?

Euer lokaler OneDrive-Ordner ist nichts anderes als ein Ordner auf einem Laufwerk auf dem PC, der mit einem großen Speicher in der Cloud synchronisiert wird. Gerade bei modernen Laptops mit knappem SSD-Speicher oder Tablets mit begrenztem internen Speicher kann das schnell zum Problem werden.

  • Wenn ihr nur wenig Speicher zur Verfügung habt, aber eure Dateien trotzdem mitnehmen wollt, dann nutzt eine Speicherkarte oder externe SSD für OneDrive.
  • Wichtig dabei: Diese muss im Format NTFS formatiert werden. Erst dann lässt Windows es zu, dass ihr diese als Synchronisationsziel für OneDrive angebt. Das exFAT-Format funktioniert seit Windows 11 22H2 ebenfalls, ist aber weniger stabil.
  • Wenn ihr das nachträglich machen wollt, dann müsst ihr einmal die Verknüpfung zwischen PC und OneDrive aufheben und neu einrichten. Dazu klickt mit der rechten Maustaste auf das OneDrive-Symbol unten rechts in der Taskleiste, dann auf Einstellungen und dann auf Verknüpfung dieses PCs aufheben.
  • Stellt sicher, dass die Synchronisation vorher abgeschlossen war und alle Dateien in der Cloud sind!
  • Beim Neueinrichten der Verknüpfung gebt ihr dann als lokales Laufwerk die SD-Karte oder externe SSD an und deaktiviert wieder Sparen Sie Platz, und laden Sie Dateien herunter, wenn Sie sie verwenden.

Schritt-für-Schritt Anleitung für den Umzug

Vorbereitung ist alles: Bevor ihr startet, überprüft in eurem OneDrive-Ordner, ob alle Dateien wirklich synchronisiert sind. Dateien mit einem blauen Wolken-Symbol sind nur online verfügbar, die mit dem grünen Haken sind lokal gespeichert. Lasst alle wichtigen Dateien vorab vollständig herunterladen.

1. OneDrive-Verknüpfung aufheben
Öffnet die OneDrive-Einstellungen über das Taskleisten-Symbol und wählt „Verknüpfung dieses PCs aufheben“. Windows fragt nach einer Bestätigung – keine Sorge, eure Cloud-Daten bleiben erhalten.

2. Speicherkarte vorbereiten
Formatiert die SD-Karte oder externe SSD mit NTFS. Das geht über die Datenträgerverwaltung oder per Rechtsklick auf das Laufwerk im Explorer. Achtet darauf, dass die Karte schnell genug ist – mindestens Klasse 10 bei SD-Karten oder USB 3.0 bei externen Laufwerken.

3. OneDrive neu einrichten
Startet OneDrive neu und meldet euch mit euren Microsoft-Anmeldedaten an. Wenn das System nach dem Speicherort fragt, wählt einen Ordner auf der externen Speicherkarte aus. Standardmäßig schlägt OneDrive „OneDrive“ als Ordnername vor.

4. Synchronisationseinstellungen optimieren
Aktiviert „Dateien bei Bedarf“, um Speicherplatz zu sparen. So werden Dateien nur bei tatsächlicher Nutzung heruntergeladen. Bei langsamen Speicherkarten solltet ihr die Funktion „Fotos und Videos automatisch hochladen“ deaktivieren, da dies die Performance beeinträchtigen kann.

Was ihr beachten solltet

Performance: SD-Karten sind deutlich langsamer als interne SSDs. Rechnet mit längeren Ladezeiten, besonders bei großen Dateien oder vielen gleichzeitigen Zugriffen. Hochwertige microSD-Karten der Geschwindigkeitsklasse V30 oder U3 bieten bessere Performance.

Zuverlässigkeit: Entfernt die Speicherkarte niemals während einer Synchronisation. Das kann zu Datenverlust führen. Nutzt die „Hardware sicher entfernen“-Funktion, bevor ihr die Karte herausnehmt.

Backup: Speicherkarten haben eine begrenzte Lebensdauer. Erstellt regelmäßige Backups wichtiger Daten oder nutzt zusätzlich die OneDrive-Versionierung, um auf frühere Dateiversionen zugreifen zu können.

Alternative: Selective Sync nutzen

Anstatt den kompletten OneDrive-Ordner zu verlagern, könnt ihr auch selektiv synchronisieren. In den OneDrive-Einstellungen unter „Konto“ findet ihr „Ordner auswählen“. Hier deaktiviert ihr große Ordner, die ihr nicht lokal braucht. Diese bleiben in der Cloud verfügbar, belegen aber keinen lokalen Speicher.

Besonders praktisch: Ihr könnt verschiedene Geräte unterschiedlich konfigurieren. Auf dem Desktop-PC synchronisiert ihr alle Dateien, auf dem Laptop nur die wichtigsten Ordner.

Troubleshooting häufiger Probleme

Falls OneDrive die externe Speicherkarte nicht als Ziel akzeptiert, prüft das Dateisystem. FAT32 funktioniert definitiv nicht, exFAT nur eingeschränkt. NTFS ist der sicherste Weg.

Bei Synchronisationsproblemen hilft oft ein Neustart des OneDrive-Dienstes über den Task-Manager. Sucht nach „Microsoft OneDrive“ und beendet den Prozess, dann startet OneDrive neu.

Sollte die Performance zu schlecht sein, aktiviert in den erweiterten Einstellungen „Uploadrate begrenzen“ und „Downloadrate begrenzen“. Das verhindert, dass OneDrive die komplette Bandbreite der langsamen Speicherkarte blockiert.

Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026