Den größten Anteil Eurer Surfzeit verbringt Ihr auf Smartphone und Tablet. Folglich habt Ihr da dann auch Eure Passwörter. Das nutzt Euch am PC aber nichts. Es sei denn Ihr nutzt ein iOS-Gerät und unseren aktuellen Hack!
iPad und iPhone verwenden – wie der Mac – den iCloud-Schlüsselbund, um alle vertraulichen Informationen abzulegen. Der ist auf allen Apple-Geräten verfügbar und kann genutzt werden, wenn Ihr mit der selben Apple ID angemeldet seid. Was weniger bekannt ist: Die iCloud-App für Windows, die Ihr kostenlos aus dem Microsoft Store bekommt, ermöglicht über Umwege auch den Zugriff auf die Passwörter im Schlüsselbund.

So richtet Ihr die Synchronisation ein
Nach der Installation der iCloud-App wechselt in die Einstellungen von iCloud auf dem PC und aktiviert Passwörter. Mit diesem Schritt werden die Passwörter erst einmal nur synchronisiert, stehen aber zunächst nur in Safari als Browser auf dem PC zur Verfügung. Um sie auch in Edge oder Chrome verfügbar zu haben, klickt auf Erweiterung installieren.

Edge fordert jetzt die Installation der Erweiterung an, bestätigt diese und folgt den Schritten auf dem Bildschirm. Wenn Ihr Edge jetzt startet, dann seht Ihr ein neues Symbol neben der Adressleiste. Klickt mit der Maus auf den durchgestrichenen Schlüssel, um die Erweiterung zu aktivieren.

Ihr müsst jetzt einmal mit einem Eurer iOS-Geräte den Bestätigungscode lesen und in das Fenster in Edge eingeben, um den Zugriff auf die Passwörter zu gestatten. Danach habt Ihr Eure iPhone/iPad-Passwörter stets aktuell unter Windows zur Verfügung!
Alternative: iCloud-Passwörter-App nutzen
Seit 2024 bietet Apple eine eigenständige iCloud Passwords-App für Windows an, die Ihr ebenfalls kostenlos aus dem Microsoft Store laden könnt. Diese App funktioniert als vollwertige Passwortverwaltung und zeigt alle Eure Zugangsdaten übersichtlich an. Hier könnt Ihr auch neue Passwörter hinzufügen, bestehende bearbeiten oder löschen.
Die eigenständige App hat den Vorteil, dass Ihr nicht nur auf Passwörter zugreifen, sondern auch Notizen und sichere Vermerke verwalten könnt. Außerdem zeigt sie Euch Sicherheitswarnungen an, wenn Passwörter kompromittiert wurden oder zu schwach sind.
Chrome-Integration funktioniert ebenfalls
Falls Ihr Google Chrome als Hauptbrowser nutzt, könnt Ihr die iCloud-Passwort-Erweiterung auch dort installieren. Der Prozess ist nahezu identisch: Nach der Aktivierung der Passwort-Synchronisation in der iCloud-App klickt Ihr auf die Option für Chrome und folgt den Anweisungen.
Die Chrome-Erweiterung synchronisiert sich automatisch mit Eurem iCloud-Schlüsselbund und bietet die gleichen Funktionen wie in Edge: automatisches Ausfüllen von Anmeldedaten, sichere Speicherung neuer Passwörter und Synchronisation zurück zu Euren iOS-Geräten.
Sicherheit geht vor
Wichtig zu wissen: Die Synchronisation erfolgt Ende-zu-Ende verschlüsselt. Apple kann Eure Passwörter nicht einsehen, und auch auf dem Windows-PC werden sie verschlüsselt gespeichert. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Ihr beim ersten Einrichten durchlauft, stellt sicher, dass nur Ihr Zugriff auf Eure Daten habt.
Falls Ihr Bedenken habt, könnt Ihr in den iCloud-Einstellungen jederzeit die Passwort-Synchronisation wieder deaktivieren. Die bereits gespeicherten Daten bleiben dann lokal auf Euren Geräten erhalten, werden aber nicht mehr synchronisiert.
Fazit: Nahtloser Workflow zwischen den Welten
Die Passwort-Synchronisation zwischen iOS und Windows funktioniert mittlerweile reibungslos und macht das Leben deutlich einfacher. Ihr müsst Euch keine Passwörter mehr merken oder umständlich abtippen. Besonders praktisch: Wenn Ihr auf dem PC neue Zugangsdaten speichert, stehen diese automatisch auch auf iPhone und iPad zur Verfügung.
Einziger Wermutstropfen: Firefox wird von Apple nicht offiziell unterstützt. Hier müsst Ihr entweder auf Drittanbieter-Lösungen setzen oder die eigenständige iCloud-Passwörter-App als Zwischenschritt nutzen.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026