OpenAI holt sich den Kopf hinter OpenClaw – und der Agent lebt weiter

von | 16.02.2026 | KI

Manchmal gehen Geschichten in der Tech-Welt richtig schnell. Erst entwickelt jemand in seiner Freizeit ein spannendes Open-Source-Projekt, dann wird es viral – und schwupps landet der Entwickler bei einem der größten KI-Konzerne der Welt.

Genau das ist Andrej Karpathy… äh, Moment. Diesmal ist es jemand anderes: Der Entwickler hinter OpenClaw Peter Steinberger hat gerade seinen Wechsel zu OpenAI verkündet. Und die Geschichte dahinter ist ziemlich interessant.

Was ist OpenClaw überhaupt?

Bevor wir zum großen Karrieresprung kommen, erst mal zur Hauptsache: OpenClaw ist ein KI-Agent, der auf eurem eigenen Rechner läuft. Kein Cloud-Dienst, keine Abo-Kosten, keine Daten, die irgendwo im Netz rumgeistern. Stattdessen ein Agent, der direkt auf dem PC arbeitet und dort automatisiert Aufgaben erledigt.

Das Besondere: OpenClaw ist Open Source. Jeder kann den Code einsehen, anpassen, verbessern. Das Projekt hat in den letzten Monaten ordentlich Fahrt aufgenommen, weil viele Leute genau sowas gesucht haben – eine KI, die ihnen hilft, ohne dass man seine Daten aus der Hand geben muss.

Der Agent kann zum Beispiel Dateien organisieren, Recherchen durchführen, repetitive Aufgaben automatisieren oder als persönlicher Assistent fungieren. Alles lokal, alles unter eurer Kontrolle. In Zeiten, in denen Datenschutz immer wichtiger wird, ist das ein ziemlich cleverer Ansatz.

OpenClaw: KI zur Verwaltung Ihres digitalen Lebens

Vom Hobbyprojekt zum OpenAI-Job

Jetzt wird’s spannend: OpenAI hat den Entwickler angeheuert. Das ist keine Überraschung, wenn man sich anschaut, wie die großen Tech-Konzerne ticken. Wer ein spannendes Projekt auf die Beine stellt und zeigt, dass er was draufhat, landet schnell auf dem Radar.

Bei OpenAI soll er jetzt an Agent-Technologien arbeiten. Das passt perfekt ins Bild, denn OpenAI entwickelt gerade intensiv an Agenten-Features. Ihr kennt vielleicht schon die Computer-Steuerungsfunktion in Claude oder die neuen Operator-Features, die OpenAI angekündigt hat. Die Richtung ist klar: KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen und dabei immer autonomer werden.

Der Entwickler bringt dabei genau die richtige Expertise mit. Er hat bewiesen, dass er nicht nur Konzepte versteht, sondern sie auch praktisch umsetzen kann. OpenClaw ist der lebende Beweis dafür.

Lächelnder Mann zeigt Friedenstecken vor Computer

Und was passiert jetzt mit OpenClaw?

Hier kommt die gute Nachricht: OpenClaw wird nicht eingestampft. Im Gegenteil. Der Entwickler und OpenAI haben eine Vereinbarung getroffen, die ziemlich ungewöhnlich ist – und zeigt, dass beide Seiten pragmatisch denken.

OpenClaw bleibt Open Source und wird weiterentwickelt. Die Community kann das Projekt fortführen, und der ursprüngliche Entwickler will sich weiterhin einbringen, soweit es seine neue Position bei OpenAI erlaubt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Oft verschwinden solche Projekte in der Versenkung, wenn der Hauptentwickler zu einem großen Unternehmen wechselt.

Die Vereinbarung zeigt, dass OpenAI verstanden hat, wie wichtig Open Source für Innovation ist. Statt das Projekt zu schlucken oder den Entwickler zur Aufgabe zu zwingen, gibt es grünes Licht für die Fortsetzung. Das ist klug – und könnte durchaus auch OpenAI nutzen. Denn aus Open-Source-Projekten kommen oft die besten Ideen.

Was bedeutet das für die Zukunft von KI-Agenten?

Diese Geschichte passt perfekt in den aktuellen Trend. KI-Agenten sind gerade das heißeste Thema in der Tech-Welt. Nach den großen Durchbrüchen bei Chatbots und Bildgeneratoren ist der nächste Schritt logisch: KI, die nicht nur antwortet, sondern handelt.

OpenAI arbeitet an Operator, Anthropic hat Computer Use, Google entwickelt Project Mariner. Überall entstehen Systeme, die den Computer bedienen können wie ein Mensch. OpenClaw zeigt, dass es auch anders geht – nämlich lokal, ohne Cloud-Anbindung, unter voller Nutzerkontrolle.

Vielleicht sehen wir in Zukunft eine Kombination: Große Cloud-Dienste für komplexe Aufgaben und lokale Agenten für alles, was nicht ins Netz soll. Das wäre das Beste aus beiden Welten.

Was ihr aus dieser Geschichte lernen könnt

Diese Story zeigt mal wieder: Mit einem guten Open-Source-Projekt kann man nicht nur anderen helfen, sondern auch die eigene Karriere nach vorne bringen. Wer zeigt, dass er innovative Lösungen entwickeln kann, wird gesehen.

Gleichzeitig ist es ein positives Signal für die Open-Source-Community. Nicht jede Übernahme bedeutet das Ende eines Projekts. Manchmal können alle gewinnen: Der Entwickler bekommt neue Möglichkeiten, das Unternehmen bekommt Talent, und die Community behält das Projekt.

Für OpenClaw-Nutzer heißt das: Weitermachen wie bisher. Das Projekt lebt, die Entwicklung geht weiter. Und wer weiß – vielleicht fließen in Zukunft sogar Erkenntnisse aus der OpenAI-Arbeit zurück ins Open-Source-Projekt.

Eine ziemlich coole Geschichte, oder?